
5. FrauenGesundheitsDialog im Zeichen einer Gesellschaft im Umbruch
Bundesminister Johannes Rauch eröffnet heute den 5. FrauenGesundheitsDialog, der unter dem Motto „Gesellschaft im Umbruch. Frauen zwischen Backlash und Innovation“ steht.
Wien (OTS/BMSGPK) – Mit dem 5. FrauenGesundheitsDialog wird heute die Gesundheit von Mädchen und Frauen im Kontext kollektiver Krisen und gesamtgesellschaftlicher Innovationen in den Mittelpunkt gestellt. In Vorträgen wird beleuchtet, was es für Frauen bedeutet, familiär, beruflich und gesellschaftlich permanent verfügbar zu sein und wie diese gesellschaftliche Erwartung der ständigen Verfügbarkeit zu Erschöpfung führt. Mithilfe empirischer Daten wird dargelegt, wie sich die Belastungen von Mädchen und Frauen in der Inanspruchnahme von Krisenhotlines ausdrückt. Bei der Suche nach Lösungswegen werden Digitalisierungsbeispiele gezeigt, in denen sich Handlungs- und Gestaltungsspielräume auftun.****
„Die Corona-Pandemie hat uns noch einmal verstärkt vor Augen geführt, dass Frauen gesellschaftsbedingten Belastungen ausgesetzt sind, die sich von jenen von Männern unterscheiden – etwa durch traditionelle Rollenzuschreibungen und Arbeitsteilung nach Geschlecht. Diese Belastungen kommen auch zusätzlich von einem enormen „Mental Load“: Multiple Anforderungen im Alltag stemmen oft Frauen. Diese genderspezifischen Belastungen wirken sich auf die psychische und körperliche Gesundheit von Frauen und Mädchen aus. Deshalb erhalten die Frauengesundheitsagenden in meinem Ressort eine besondere Aufmerksamkeit“, betont Gesundheits- und Sozialminister Johannes Rauch.
Mit diesem Jahr sind im Gesundheitsministerium Frauengesundheitsagenden verstärkt in den Vordergrund gerückt. Nach über zehn Jahren wird wieder ein Frauengesundheitsbericht erstellt, welcher im nächsten Jahr veröffentlicht wird. Das bundesweite Projekt „selbst♀*wertplus“ – zur Abfederung von psychosozialen Belastungen von Mädchen und jungen Frauen in Folge der Covid-19-Pandemie – ist im Mai gestartet. Das Gesundheitsministerium unterstützt mit einer Förderung von 800.000 Euro.
Zur Stärkung der Körper- und Selbstbilder von Mädchen laufen seit diesem Jahr österreichweit mehrere Förderprojekte. Mit der Implementierung eines Geschlechtergerechtigkeits-Planes (Englisch:
gender equity plan) in der aktuellen „Agenda Gesundheitsförderung“ werden in Zukunft in Gesundheitsförderungsprogrammen und -projekten des Sozial- und Gesundheitsministeriums gendersensible Vorgehensweisen und vor allem gezielt Frauen berücksichtigt.
Um mehr Gesundheitsinformationen zu Frauen und Menschen diverser Geschlechtsidentitäten zu erhalten, wird erstmals in Österreich ein LGBTIQ+-Gesundheitsbericht erstellt. Dieser wird auch unterschiedliche Lebensrealitäten von Frauen miteinbeziehen und im nächsten Jahr publiziert. Neben den Aktivitäten wird kontinuierlich an der Umsetzung des Aktionsplans Frauengesundheit gearbeitet. Dieser formuliert 17 Wirkungsziele und 40 Maßnahmen zur Erreichung gesundheitlicher Chancengerechtigkeit.
Im Rahmen der Workshops werden Wege für eine gesunde Zukunft von Mädchen und Frauen erarbeitet. In der anschließenden Paneldiskussion diskutieren die Teilnehmer:innen mögliche Zukunftsszenarien für Frauen und Mädchen und ihre Gesundheit. Alle Beiträge werden schließlich in einem Resümee zusammengefasst und für die weiteren Planungen herangezogen. Nach über zwei Jahren Pandemie findet der FrauenGesundheitsDialog wieder in Präsenz und als Hybridveranstaltung auch online statt. Der Tag steht deshalb auch ganz im Zeichen des gemeinsamen Austausches.
Weitere Informationen:
[Teaser und Programm zum 5. FrauenGesundheitsDialog]
(https://goeg.at/5_FrauenGesundheitsDialog)
[Zum Live-Stream des 5. FrauenGesundheitsDialogs]
(https://goeg.at/FrauenGesundheitsDialog)
[Aktionsplan Frauengesundheit]
(https://www.sozialministerium.at/dam/jcr:b185f2aa-a1a5-4893-a940-e03
4d76710c3/Aktionsplan_Frauengesundheit_01_2020.pdf)
[Frauen- und Gendergesundheit, BMSGPK]
(https://www.sozialministerium.at/Themen/Gesundheit/Frauen–und-Gende
rgesundheit.html)
Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK)
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sozialministerium.at
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