EU-Umweltrat: Wirtschaftsbund gegen Verbot des Verbrennungsmotors

Brauchen Technologieoffenheit statt Verbote – Reine Konzentrierung auf E-Autos verlagert Rohstoffabhängigkeit nach China.

Wien (OTS) – Heute sollen im Rat „Umwelt“ der EU die Umweltminister der Mitgliedsstaaten im Rahmen des „Fit-for-55“-Pakets auch über ein Verbot des Verbrennungsmotors ab 2035 abstimmen. Bereits im EU-Parlament stimmte die ÖVP-Fraktion gegen so ein Verbot. Nun bekräftigt der Wirtschaftsbund seine Ablehnung: „Die EU darf einer klimaneutralen Zukunft des Verbrennungsmotors durch nachhaltige synthetische & Bio-Treibstoffe nicht die Tür zuschlagen. Das gefährdet unseren Wirtschaftsstandort und verlagert die Rohstoffabhängigkeit nach China“, so WB-Generalsekretär Abg.z.Nr. Kurt Egger.

„Ziel muss es sein, den Verbrennungsmotor weiterzuentwickeln und klimaneutral betreiben zu können. Das gelingt mit technologieoffener Politik und entsprechender Forschung. Ambitionierte Klimaziele sind notwendig, aber sie müssen auch umsetzbar sein“, so Egger.

100% E-Mobilität sind illusorisch und schafft die nächste Rohstoffabhängigkeit

„Batteriebetriebene E-Autos sind ein Teil einer klimaneutralen Zukunft. Der Umbau der gesamten Infrastruktur hin zu reiner E-Mobilität ist aber aus heutiger Sicht zeitnahe nicht möglich. Europaweit müssten Millionen Autos gegen E-Autos ausgetauscht werden, der Ausbau der Infrastruktur und die zusätzliche Stromversorgung braucht Jahrzehnte. Außerdem dürfen wir nicht alles auf ein Pferd setzen. Wir müssen parallel zum Ausbau der E-Mobilität auch die alternativen Kraftstoffe ausbauen. Synthetische Kraftstoffe können herkömmliche Verbrennungsmotoren CO2-neutral betreiben, wodurch wir nicht Millionen Autos abwracken müssten. Dazu braucht es noch Forschung, der wir aus ideologischen Gründen nicht den Riegel vorschieben dürfen. Obendrein können wir uns nach den schmerzhaften Erfahrungen der europäischen Abhängigkeit von russischem Gas nicht in die nächste Abhängigkeit hineinmanövrieren. Immerhin ist China der Hauptlieferant der Batteriezellen für E-Autos und wird es nach derzeitiger Sicht auch in Zukunft bleiben“, mahnt Egger abschließend.

Österreichischer Wirtschaftsbund
Valentin Petritsch, MSc
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