Hitzewelle – SPÖ-Herr fordert von Bundesregierung mehr Tempo beim Klimaschutz
Klimaschutzgesetz bereits seit 567 Tagen ausständig, Plan für CO2-Senken fehlt
Wien (OTS/SK) – „Extreme Temperaturen, Waldbrände und Dürren in ganz Europa – die menschengemachte Klimakrise zeigt immer deutlicher ihre verheerenden Folgen“, so SPÖ-Umweltsprecherin Julia Herr und ergänzt:
„Das sollte einmal mehr ein Weckruf für die Bundesregierung sein, endlich mehr Tempo beim Klimaschutz an den Tag zu legen!“ Die Abgeordnete verweist darauf, dass Österreich seit mehr als 567 Tagen ohne Klimazielen ist, da das Klimaschutzgesetz bereits mit Ende 2020 ersatzlos ausgelaufen ist. Das Klimaschutzgesetz regelt, wie viel CO2 eingespart werden muss und gibt in allen betroffenen Branchen wie Verkehr, Industrie und Landwirtschaft konkrete und verbindliche Ziele vor. ****
Doch ein Plan zur Reduktion allein sei nicht ausreichend, erklärt Herr: „Wir brauchen einen Plan für mehr Kohlenstoffdioxid-Senken, um CO2 langfristig binden zu können. Das geht mit einer gezielten Aufforstung und Humus-Aufbau. Zudem müsste ein Teil der bestehende Waldflächen vor einer extensiven wirtschaftlichen Nutzung geschützt werden.“ Die Abgeordnete fordert hier konkret, zehn Prozent des österreichischen Waldes aus der wirtschaftlichen Nutzung zu nehmen. Mehr Schutz der Wälder und Aufforstung hätte neben der langfristigen Speicherung von CO2 auch einen anderen positiven Effekt: „Mehr Wald bedeutet auch mehr Möglichkeiten für die Bevölkerung, sich in der Natur abzukühlen“, so die Umweltsprecherin.
Herr macht in dem Zusammenhang auch auf die extremen Folgen der Hitzewelle auf die Bevölkerung aufmerksam: „Gerade Menschen, die in dieser Hitze arbeiten müssen, sind besonders betroffen, aber auch beispielsweise jene, die in kleinen heißen Wohnungen leben.“ Besonders für jene mit weniger finanziellen Mitteln ist es schwieriger, der Hitze zu entkommen – denn viele Menschen können sich Wohnungen mit Garten, Balkon oder Klimaanlage nicht leisten. Auch ein Urlaub kommt für immer mehr Menschen angesichts der extremen Teuerung finanziell nicht mehr in Frage. Hier könnten zusätzliche Wald- und Naturflächen Abkühlung und Erholung für alle bringen. Um das sicherzustellen, hat Herr Anfang der Woche bereits in einer Pressekonferenz ein Recht auf den freien Zugang zur Natur in der Verfassung gefordert. Herr: „Man sieht: die Klimakrise ist die soziale Frage unserer Zeit. Denn sie trifft nicht alle Menschen gleich, sondern besonders jene, die es ohnehin schon schwer haben!“
Für die Abgeordnete ist klar: „Wir dürfen im Kampf gegen die Klimakrise keine Zeit mehr verlieren! Die Ankündigungspolitik der Bundesregierung ist zu wenig – wir brauchen endlich das Klimaschutzgesetz mit klaren Vorgaben und Regelungen sowie rasche Maßnahmen, um aktiv gegen die Klimakrise ankämpfen zu können!“ (Schluss) sl/ls
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