Bundesschülervertretung setzt Fokus auf Finanzbildung

Vertreter:innen der Bundesschülervertretung treffen Finanzminister Brunner um sich über die nationale Finanzbildungsstrategie auszutauschen.

Wien (OTS) – Am Dienstag waren die Bundesschulsprecherin Susanna Öllinger und zwei ihrer Stellvertreter:innen Flora Schmudermayer aus dem ZLA Bereich und Michael Scharf aus dem BMHS Bereich zu Besuch im Finanzministerium. Inhaltlich ging es darum, wie Wirtschafts- und Finanzbildung in Österreichs Schulen forciert werden kann. Die diesjährige Bundesschülervertretung machte dies zu einem ihrer vier Schwerpunktthemen für das Schuljahr 2021/22. Im Zuge dessen kooperierte sie mit der Stiftung Wirtschaftsbildung und veranstaltete eine Speakerrunde für Schüler:innen aus ganz Österreich mit diversen Expert:innen unter anderem aus der Wirtschaftsuniversität Wien.

“Es ist essentiell, dass Schülerinnen und Schüler in ihrer Schullaufbahn den richtigen Umgang mit Geld lernen. Geldausgeben wird durch Funktionen wie beispielsweise Apple-Pay immer einfacher, was das Leben unkomplizierter machen kann. Wenn unsere Zukunft jedoch nicht den Umgang mit dem eigenen Taschengeld oder dem ersten eigenen Einkommen lernt, kann es das zukünftige Leben um vieles komplizierter machen. Hier muss man nur einen Blick auf die neusten Zahlen unter Verschuldungsraten von jungen Erwachsenen werfen”, so die Bundesschulsprecherin Susanna Öllinger.

„Die rechtzeitige Vermittlung von Finanzbildung ist essentiell für erfolgreiches wirtschaftliches Handeln. Daher setzen wir genau hier an, um ein Grundverständnis für finanzielle Zusammenhänge als Basis für ein selbstbestimmtes Leben in Beruf und Alltag zu legen“, so Finanzminister Magnus Brunner beim Treffen mit Susanna Öllinger, Bundesschulsprecherin, Flora Schmudermayer, Sprecherin Zentrale Lehranstalten und Michael Scharf, Bereichssprecher Schüler BMHS.

Studien zeigen, dass junge Menschen niedrigere Finanzwissenswerte aufweisen als der Durchschnitt der Bevölkerung. Jeder vierte Klient von Schuldnerberatungsstellen ist mittlerweile unter 30 Jahre alt und hat durchschnittlich 30.000 Euro an Verbraucherschulden. Zudem schätzt mehr als die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher ihr Finanzwissen als sehr oder eher schlecht ein. „Weil es in Österreich großen Aufholbedarf im Bereich Finanzkompetenz gibt, haben wir die Nationale Finanzbildungsstrategie ins Leben gerufen. Dabei ist mir der Dialog mit den Schülerinnen und Schülern besonders wichtig, um das direkte Feedback einzuholen“, so Magnus Brunner. „Junge Menschen müssen über eine finanzielle Grundbildung verfügen, um für Aufgaben des Alltags wie die Verwendung einer Bankomat- oder Kreditkarte oder die Wahl eines Handytarifs gerüstet zu sein. Die Schulzeit ist daher für die Entwicklung nachhaltiger finanzieller Gewohnheiten von entscheidender Bedeutung.“

Die Schülerunion ist mit über 30.000 Mitgliedern die größte Schülerinnen- und Schülerorganisation Österreichs, in der sich die Mitglieder ehrenamtlich engagieren. Durch ihr vielfältiges Serviceangebot, wie zum Beispiel dem Schulrechtsnotruf und diversen Weiterbildungen, gilt sie als wichtige Anlaufstelle für Schülerinnen und Schüler. Darüber hinaus bringt sie ihre Forderungen in der Bundesschülervertretung (BSV) ein, in der sie im Schuljahr 2021/22 22 von 29 Mandaten stellt. Die Bundesschulsprecherin Susanna Öllinger kommt ebenfalls von der Schülerunion.

Mira Lobnig
Pressesprecherin Schülerunion
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