Infrastruktur- und Energiesektor auch im ersten Halbjahr 2022 ein Wachstumstreiber

Kommunalkredit: Starkes Halbjahresergebnis bestätigt eingeschlagenen Weg

* Neugeschäftsvolumen EUR 752 Mio.

* Operatives Ergebnis + 73 % | EUR 39,5 Mio.

* Konzernperiodenergebnis vor Steuern + 100 % | 52,1 Mio.

* Cost-Income-Ratio 47,2 % | Bank Stand-alone 41,4 %

* Return on Equity vor Steuern 29,7 %

* Investmentgrade-Ratings von S&P, Fitch und DBRS bestätigt

Die Kommunalkredit Austria AG (Kommunalkredit) veröffentlicht heute ihr Halbjahresergebnis 2022. Megatrends wie Digitalisierung, Dekarbonisierung, demografischer Wandel sowie zusätzliche Herausforderungen – hervorgerufen durch die anhaltende Gesundheitskrise, parallele Lieferkettenengpässe und den Russland-Ukraine-Konflikt – erhöhen den Bedarf an nachhaltigen Lösungen weiter. Die Bank für Infrastruktur- und Energiefinanzierungen sowie Public Finance schloss nahtlos an den Erfolg des abgelaufenen Geschäftsjahres an. Das Neugeschäftsvolumen im Infrastruktur- und Energiebereich lag nach dem ersten Halbjahr bei EUR 752 Mio. (H1 2021: EUR 614 Mio.). Das operative Ergebnis nach IFRS konnte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 73 % auf EUR 39,5 Mio., das Konzernperiodenergebnis vor Steuern um 100 % auf EUR 52,1 Mio. gesteigert werden. Die Cost-Income-Ratio der Gruppe (inklusive Kommunalkredit Public Consulting GmbH) wurde auf 47,2 % reduziert (Bank Stand-alone 41,4 %) und ein Return on Equity vor Steuern von 29,7 %, respektive 22,3 % nach Steuern erwirtschaftet. Das Kernkapital der Kommunalkredit lag bei EUR 417,5 Mio., die Kernkapitalquote bei 17,3 %. Die Non-Performing-Loan-Ratio (NPL) blieb seit der Privatisierung im Jahr 2015 konstant bei 0,0 %.

Kommunalkredit CEO Bernd Fislage: „Die letzten Monate haben einmal mehr die Relevanz essenzieller und nachhaltiger Infrastruktur unterstrichen, einerseits für Agenden wie der Digitalisierung und des Green Deals, andererseits um eine größere Unabhängigkeit und Diversifikation von russischen Energiequellen und die Vermeidung weiterer Lieferkettenunterbrechungen zu gewährleisten. Um den dringend notwendigen Ausbau von Erneuerbarer Energie rasch umzusetzen, braucht es Erleichterungen bei Flächenumwidmungen und Genehmigungsverfahren, entsprechenden Netzausbau und sichere regulatorische Rahmenbedingungen. Wir konzentrieren uns konsequent auf unser Kerngeschäft und nutzen dabei unsere Stärken: Agilität, Unabhängigkeit und Kundenorientierung. Das ermöglicht uns, aktiv innovative und nachhaltige Projekte anzutreiben, wie z. B. unsere gemeinsame Investition in den Bau einer Elektrolyseanlage für die Produktion von grünem Wasserstoff mit der OMV oder auch unser Joint Venture „PeakSun“ mit der eww für Photovoltaik-Aufdachanlagen.“

Das etablierte, resiliente Geschäftsmodell der Kommunalkredit mit den zwei Säulen der Infrastruktur- und Energiefinanzierungen und Public Finance wurde Anfang des Jahres bestätigt: S&P Global Ratings und Fitch Ratings vergaben ein Investmentgrade-Rating von „BBB-/A-3“ bzw. „BBB-/F3“; DBRS Morningstar vergab bereits im Oktober 2021 ein BBB/R-2 Rating; das Covered Bond-Rating wurde von S&P bei „A+“ mit stabilem Ausblick bestätigt.

Die Bank hat im ersten Halbjahr ihre Kapitalmarkttätigkeiten weiter ausgebaut: Im Februar 2022 wurde ein weiterer öffentlicher Covered Bond im Ausmaß von EUR 250 Mio. und einer Laufzeit von fünf Jahren begeben. Trotz des angespannten Marktumfelds wurde die Emission 2,8-fach überzeichnet. Im März und Juni wurde der Covered Bond um EUR 50 Mio. bzw. EUR 100 Mio. aufgestockt. Zusätzlich wurden EUR 12,5 Mio. an Privatplatzierungen von Senior Preferred-Anleihen bei institutionellen Investoren begeben.

Eckpunkte in H1 2022

Mit EUR 752 Mio. lag das Neugeschäftsvolumen klar über dem des Vergleichszeitraums (EUR 614 Mio.). Knapp die Hälfte der abgeschlossenen Transaktionen entfiel dabei auf den Sektor Energie & Umwelt (49 %), 21 % auf Kommunikation & Digitalisierung, gefolgt von 14 % für Verkehr & Transport. Regional liegt der Schwerpunkt der Bank auf Europa.

Die diversifizierte Refinanzierungsstrategie der Kommunalkredit wurde im ersten Halbjahr weiterverfolgt; die 2021 begonnene verstärkte Kapitalmarktaktivität 2022 ausgebaut. Die Refinanzierungsquellen zeigten im Bereich von Retail- und Wholesale-Einlagen bzw. Direktgeschäft mit Firmenkunden ein ausgewogenes Verhältnis. Die Online-Veranlagungsplattform für Privatkunden KOMMUNALKREDIT INVEST wurde zugunsten der Wholesale-Einlagen leicht reduziert (minus 6 % auf EUR 843 Mio.), das Direktveranlagungsprodukt KOMMUNALKREDIT DIREKT für Kommunen sowie das Einlagengeschäft mit Firmenkunden/Institutionellen (in Summe plus 12 % auf EUR 893 Mio.) entwickelten sich stabil.

Die Bank verfügt über ein hochqualitatives Portfolio mit einem durchschnittlichen Rating von „BBB+“. Die Non-Performing-Loan-Ratio (NPL) liegt weiterhin bei 0,0 %.

Ergebniskennzahlen H1 2022 der Kommunalkredit Gruppe nach IFRS

Das operative Ergebnis (Konzernperiodenergebnis vor Steuern, ohne Kreditrisiko, Bewertungs- und operatives Verkaufsergebnis aus Infrastruktur-/Energiefinanzierungen) stieg um 73 % auf EUR 39,5 Mio. (H1 2021: EUR 22,8 Mio.). Diese Verbesserung schlug sich in einer Reduktion der Cost-Income-Ratio der Bank (Stand-alone) auf 41,4 % nieder. Der Return on Equity vor Steuern lag bei 29,7 % bzw. 22,3 % nach Steuern.

Das Zinsergebnis stieg um 48 % auf EUR 53,8 Mio. (H1 2021: EUR 36,4 Mio.), das Provisionsergebnis auf EUR 12,2 Mio. (H1 2021: EUR 11,2 Mio.).

Ausblick

Das erste Halbjahr 2022 hat gezeigt, dass die Kommunalkredit nicht nur die Resilienz ihres Geschäftsmodells unter den schwierigen vorherrschenden Bedingungen – von der weltweiten Pandemie über den Russland-Ukraine- Konflikt bis hin zur steigenden Inflation – bewiesen, sondern vielmehr die Herausforderungen angenommen und daraus resultierende Chancen ergriffen hat.

Die etablierte Fidelio KA Infrastructure Debt-Plattform hat Anfang August den Seed Close ihres zweiten Sub-Fonds Fidelio KA Infrastructure Debt Fund Europe 2 abgeschlossen. Dieser Sub-Fonds ist gemäß der europäischen Offenlegungsverordnung Art. 8-konform und fördert ökologische und soziale Aspekte. Die Investition zweier institutioneller Investoren darin unterstreicht die langfristige und nachhaltige Ausrichtung der von der Kommunalkredit gewählten Anlagen.

Seit der Neuausrichtung 2015 wächst die Bank kontinuierlich und treibt nachhaltige Projekte und Investitionen hinsichtlich europäischer und nationaler Klima- und Energieziele sowie den raschen Ausbau von Digitalisierungs- und Kommunikationsprojekten und sozialer Infrastruktur voran. Im Zuge dieses organischen Wachstums wurde konsequenterweise im August 2022 seitens nahestehender unternehmerischer Persönlichkeiten eine Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 10 Mio. durchgeführt. Dieser Schritt unterstreicht die intensive Zusammenarbeit der Kommunalkredit mit langjährigen Wegbegleitern und die daraus resultierenden positiven Synergieeffekte.

„Das in uns und unser Geschäftsmodell gesetzte Vertrauen von Investoren und Partnern bestärkt und motiviert gleichzeitig, den von uns eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Die Erfolge und Ergebnisse des ersten Halbjahres sehen wir als Auftrag, weiterhin einen Mehrwert für die Gesellschaft zu schaffen,“ so Bernd Fislage.

Der Halbjahresfinanzbericht 2022 der Kommunalkredit ist ab sofort verfügbar unter:
https://www.kommunalkredit.at/investor-relations/finanzberichte

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