Pflegeskandal – SPÖ-Muchitsch fordert, endlich einheitliche Qualitätsstandards in allen Bundesländern umzusetzen“

Pflegepaket der Regierung löst keine Probleme

Wien (OTS/SK) – „Das ist nicht der erste Fall von grauenhaften, menschenunwürdigen Zuständen in einem Pflegeheim. Wie lange will man denn noch untätig bleiben? Sozialminister Rauch ist gefordert, endlich einheitliche Qualitätsstandards mit Kontrollen und Konsequenzen umzusetzen. Und das für alle Bundesländer“, zeigt sich SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch entsetzt über den Bericht von Volksanwalt Bernhard Achitz über die Kontrolle eines Pflegeheims in Salzburg und die unbeschreiblichen Zustände von unterernährten, dehydrierten Bewohner*innen mit mangelhafter Wundversorgung. „Die Regierung verweist auf das Pflegepaket und lässt nicht nur die Bewohner*innen in ihrem Elend allein, sondern auch das Personal, das verzweifelt ist, weil sie viel zu Wenige und nicht mehr in der Lage sind, die Bewohnerinnen und Bewohner adäquat zu versorgen. Das ist ein unverantwortliches Wegschauen und politisches Versagen dieser Regierung“, so Muchitsch. ****

„Mit dem Pflegepaket der Regierung, das vor kurzem beschlossen wurde, wird aber gar nichts gelöst werden. Weder wird sich die Arbeitssituation von 158.000 Betroffenen in Pflege- und Gesundheitsberufen verbessert noch wird der Fachkräftemangel gelöst. Es gibt keine nachhaltige Ausbildungsoffensive für Pflegeberufe. Mit dem vorgesehenen Ausbildungsbonus von 600 Euro ist man weder sozialversichert noch reicht das zum Leben. Wir brauchen aber bis 2030 bis zu 100.000 zusätzliche Pflegekräfte“, so Muchitsch.

Die SPÖ legt seit 2018 Konzepte und Lösungen für das Pflegeproblem vor, die eine Anerkennung der Ausbildungszeiten als Pensionsversicherungszeiten, faire Entlohnung für Pflegekräfte, mehr Personal durch eine echte Ausbildungsoffensive und die Anerkennung des Pflegeberufs als Schwerarbeit bringen würden. Die Regierung hat alles abgelehnt. Mit dem Stückwerk, das die Regierung vorgelegt hat, wird das dramatische Problem nicht zu lösen sein. „Es wird wieder wertvolle Zeit verloren, die uns in eine immer schwierigere Situation bringt – wie der tragische Fall in Salzburg zeigt“, so der SPÖ-Sozialsprecher. (Schluss) sl/up

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