Volkshilfe radelt für „Tour de Chance“: 368.000 Meter, 1 Ziel, Kinderarmut abschaffen!

Fenninger: „So schlimm ist die Lage: Jeden Meter von Salzburg nach Wien würde ein armutsbetroffenes Kind stehen.“

_368.000 Kinder und Jugendliche in Österreich sind von Armut und Ausgrenzung betroffen. Stellt man sich die Strecke von Salzburg nach Wien vor, würde jeden Meter ein armutsbetroffenes Kind stehen. Auf diesen Missstand wollen Volkshilfe-Direktor Erich Fenninger und das „Team gegen Kinderarmut“ mit ihrer 368.000 Meter langen Radtour aufmerksam machen. Gestartet wird am 30.9. in Salzburg, Finale ist am 5.10. in Wien. Ziel ist die Einführung einer Kindergrundsicherung in Österreich.  _

„TOUR DE CHANCE“ GEGEN KINDERARMUT   

„Armutsbetroffene Familien beklagen in Beratungsgesprächen mit unseren Sozialarbeiter*innen immer häufiger, dass ihre Existenz ernsthaft bedroht ist und sie die Grundbedürfnisse nicht mehr decken können. 9 von 10 Familien geben die Unterstützung, die sie von uns im Rahmen des Projekts „Existenzsicherung“ erhalten, primär für das Notwendigste aus, also Essen und Wohnen. Die Teuerung verschärft die Situation für diese Familien rasant“, erläutert Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich.  

Der Miniwarenkorb verteuerte sich im Vergleich zum Vorjahr um satte 15,9%, im Juli waren es sogar 19,1%. Vor allem für Menschen mit geringen Einkommen ist der Miniwarenkorb entscheidend, da sie sich Ausgaben, die darüber hinaus gehen, ohnehin nicht leisten können. Günstige Eigenmarken sind zudem mittlerweile zur Mangelware in den Regalen geworden. Wieder trifft das ärmere Haushalte stärker. Menschen im untersten Zehntel der Einkommensverteilung müssen rund 16% ihrer Gesamtausgaben für Lebensmittel aufwenden, im obersten Zehntel sind es nur mehr 9%. Bei Wohnen und Energie sind es 27% im Vergleich zum Durchschnittshaushalt mit 18%.  

Fenninger fordert daher einmal mehr die Einführung einer Kindergrundsicherung in Österreich, also einfach gesagt, eine nach Einkommen gestaffelte Familienbeihilfe, die armutsbetroffene Kinder finanziell stärker unterstützt als bisher.  

„Wir haben ein Modell entwickelt, das im Pilotversuch bewiesen hat, dass es funktioniert und das für den Staat auch leistbar ist. Jetzt geht es darum, dieses Modell endlich in die Tat umzusetzen, damit kein Kind in Österreich mehr unter Armut leiden muss. Hinter unserer Forderung stehen mittlerweile mehr als ein Dutzend Organisationen. Und auch aus der Politik gibt es bereits positive Signale. Hören wir auf, Almosen im Land zu verteilen. Wir machen als Zivilgesellschaft jetzt noch mehr Druck für echte strukturelle Veränderungen. Ich rufe daher alle auf, schließt euch uns an, radelt mit auf der Tour de Chance, lasst uns viele sein. Nur gemeinsam können wir Kinderarmut abschaffen!“, so Fenninger abschließend.   

DIE ETAPPEN DER „TOUR DE CHANCE“:

* Freitag, 30. September: Salzburg – Vöcklabruck 

Ruth Schink
+43 676 83 402 222
ruth.schink@volkshilfe.at

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