Welttag der Seelischen Gesundheit 2022 am 10. Oktober

Der diesjährige Welttag der Seelischen Gesundheit am 10. Oktober steht unter dem Motto „Psychische Gesundheit und Wohlbefinden für alle zu einer globalen Priorität machen“. 

Diese Priorisierung fordert AK Niederösterreich Präsident Markus Wieser auch für Niederösterreich. 

Die Krankenstandstage aufgrund psychischer Belastungen haben sich in Österreich seit Mitte der 1990er-Jahre mehr als verdreifacht. Nicht zuletzt durch die Pandemie stiegen Unsicherheit, Arbeitsbelastungen, sowie Aggression und Gewalt am Arbeitsplatz – vor allem in den mehrheitlich weiblich dominierten systemerhaltenden Bereichen. 

Die AK Niederösterreich fordert deshalb erneut, mehr Augenmerk auf seelische Krankmacher am Arbeitsplatz zu legen, um die steigenden Krankenstände und Frühpensionierungen aufgrund psychischer Erkrankungen zu verhindern! 

Mit Blick auf die Situation der Bevölkerung meint Wieser: Die psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung von Kindern (und Erwachsenen) ist durch die Pandemie endgültig an ihre Leistungsgrenzen gestoßen. Aus diversen Studien ist ableitbar, dass bis zu einem Fünftel der Kinder und Jugendlichen – zumindest phasenweise – besondere Unterstützung benötigen. Die Bettendichte für Kinder- und Jugendpsychiatrie ist noch immer zu gering und von einem deutlichen Mangel an Fachärzt:innen gekennzeichnet. Dies ist insofern umso problematischer, als psychische Probleme in der Kindheit häufig Auswirkungen auf den späteren Bildungs- und beruflichen Erfolg haben. Der Ausbau kassenfinanzierter, leistbarer Therapieplätze und psychosozialer Notdienste auch außerhalb der Ballungszentren ist dringend notwendig!

Die Möglichkeit der Inanspruchnahme von Wahlärzt:innen und Therapeut:innen ist „eine Frage der Dicke der eigenen Geldbörse und bleibt daher für viele Betroffene unbezahlbar“, beklagt AK Niederösterreich Präsident Markus Wieser anlässlich des Tages der seelischen Gesundheit am 10. Oktober. „In einem entwickelten solidarischen Gesundheitssystem kann es nicht sein, dass psychisch belastete Kinder und Jugendliche wissentlich unversorgt zurückbleiben“. 

Wieser warnt vor einer „Versorgungskluft in unserer Gesellschaft, die die Ungleichheit zwischen Arm und Reich künftig noch größer macht“ und fordert deshalb rasche Lösungen von der Gesundheitspolitik. Qualitativ hochwertige und regional verfügbare Angebotsstrukturen müssen auf eine solide finanzielle Basis gestellt werden, damit die psychische Gesundheit aller tatsächlich Priorität hat.

AK Niederösterreich
Gernot Buchegger MA
Pressesprecher des Präsidenten
057171-21121 bzw. 06648134801
gernot.buchegger@aknoe.at
http://noe.arbeiterkammer.at
Kammer für Arbeiter und Angestellte für Niederösterreich
AK-Platz 1, 3100 St. Pölten

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