„Bewusst gesund“ über Hilfe bei chronischen Schmerzen und Behandlungsmöglichkeiten von akutem bzw. chronischem Tinnitus

Am 15. Oktober um 17.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – Christine Reiler präsentiert im ORF-Gesundheitsmagazin „Bewusst gesund“ am Samstag, dem 15. Oktober 2022, um 17.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Leidensdruck – Hilfe bei chronischen Schmerzen

Für chronische Schmerzpatientinnen und -patienten sind eine rasche Diagnose und eine ganzheitliche Therapie oft nur Wunschdenken. So können Schonhaltungen und die Vermeidung von Bewegung zu weiteren Problemen führen. Gerade bei chronischen Schmerzen kann eine multimodale Therapie langfristige Besserung schaffen. So wird eine interdisziplinäre Therapie bezeichnet, in die mehrere Fachrichtungen einbezogen werden. Dabei wird die Patientin / der Patient in ihrer/seiner Gesamtheit gesehen und auch die persönliche Lebenssituation in den Heilungsprozess miteinbezogen. Dafür sind jedoch die Motivation und das Engagement der Betroffenen gefragt. Orthopäde und Schmerzspezialist Dr. Martin Pinsger ist überzeugt, dass sich z. B. mehr als 50 Prozent der Bandscheibenvorfälle so auch konservativ therapieren ließen. Gestaltung: Andi Leitner

Krankheit – chronische Schmerzen

Qualvoller Begleiter vieler Erkrankungen ist der Schmerz. In Österreich sind mehr als 1,5 Millionen Menschen betroffen. Allen voran Kreuz- und andere Rückenschmerzen, chronische Nackenschmerzen oder Arthrosen. Die vielfältigen Dimensionen des Schmerzes ziehen dabei nicht nur den Körper in Mitleidenschaft, sondern wirken sich auch negativ auf die Psyche der Betroffenen aus. Seit Beginn dieses Jahres wird Schmerz von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht mehr als reines Symptom anderer zugrundeliegender Erkrankungen eingestuft, sondern erstmals als eigenständige Erkrankung anerkannt. Dies lässt auf eine Verbesserung der Versorgung von Schmerzpatientinnen und -patienten hoffen. Vielerorts fehlt es in Österreich nach wie vor an Strukturen und Ressourcen, um eine adäquate Schmerzversorgung zu gewährleisten.

Alexander-Technik – falsche Bewegungsmuster durchbrechen

Oft ist es der Alltag, der Schmerzen schafft – und zwar deshalb, weil wir viele Bewegungen ganz automatisch, aber leider auch automatisch falsch ausführen. Eine Methode, falsche Bewegungsmuster zu erkennen und zu durchbrechen, wurde bereits 1904 von Frederick Matthias Alexander entwickelt. Der Schauspieler und Vortragskünstler wurde oft heiser – bis er bemerkte, dass er beim Sprechen den Kopf nach hinten zog, was Druck auf seinen Kehlkopf ausübte und zusätzlich seinen Brustraum einengte. Als es ihm gelang, dieses Bewegungsmuster abzulegen, verschwanden auch seine Stimmprobleme. Aus dieser persönlichen Erfahrung entwickelte er die Alexander-Technik, um ungünstige Bewegungsabläufe zu identifizieren, sie zu vermeiden und durch gesündere Gewohnheiten zu ersetzen. Gestaltung: Christian Kugler

Arztlegende – wie Raimund Margreiter sein Schicksal meistert

Er stammt aus einer Tiroler Ärztefamilie und ist selbst zur Berühmtheit in Österreich geworden. Raimund Margreiter hat 1983 die erste Herztransplantation Österreichs durchgeführt und das unter schwierigsten Rahmenbedingungen, denn es gab damals kaum Geld und Personal für solche Eingriffe, da sie von vielen für zu gefährlich gehalten wurden. Raimund Margreiter war vom Erfolg überzeugt und hat sich Technik und Wissen für die Transplantationschirurgie im Alleingang und großteils autodidaktisch angeeignet. Er ist bis heute der einzige Chirurg weltweit, der sämtliche transplantierbaren Organe mindestens einmal verpflanzt hat. Fast 40 Jahre später ist die Chirurgenlegende selbst zum Patienten geworden, aber zu einem, der vorbildlich mit seiner Parkinson-Erkrankung umgeht. „Bewusst gesund“ hat Raimund Margreiter in seiner Tiroler Heimat besucht, mit ihm nicht nur über die Vergangenheit gesprochen und ihn auf seine tägliche Sportrunde begleitet. Gestaltung: Christian Kugler

„Bewusst gesund“-Tipp: Tinnitus

Circa eine Million Österreicher/innen werden von permanenten Ohrgeräuschen wie Summen oder Pfeifen begleitet. Tinnitus kann durch Ohrerkrankungen, Nervenschäden, Verspannungen oder Stress hervorgerufen werden. Es gibt Menschen, die kommen gut mit den Geräuschen im Ohr zurecht und können sie im Alltag ausblenden. Bei jeder zehnten Person ist der Tinnitus so stark ausgeprägt, dass sie darunter leidet. Warum bei anhaltenden Ohrgeräuschen sofort reagiert werden sollte und welche der Behandlungsmöglichkeiten es bei akutem bzw. chronischem Tinnitus gibt, erklärt Univ.-Prof. Dr. Siegfried Meryn.

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender