Das Reform-Dilemma beim Landesverteidigungsministerium

Im Wesentlichen fordert das aktuelle Regierungsprogramm die Gestaltung eines zukunftsträchtigen und modernen Heeres

Tatsächlich jedoch werden die Grundregeln des „Change-Managements“ nicht beachtet, also jene Regeln, die zum Gelingen von zukunftsträchtigen Veränderungen erforderlich wären. Es fehlt an Kommunikation, Zeit, Geduld, Begleitung, Verantwortung, gelebte Fehlerkultur und Glaubwürdigkeit der Führungskräfte, um nur einige der fehlenden Voraussetzungen zu nennen. Viele Abläufe und Zuständigkeiten sind bis heute nicht geregelt.

_“Viele Betroffene wissen nicht so recht, wer wirklich Disziplinarvorgesetzter ist, welche Zeitordnung gilt, wer letztlich weisungsbefugt ist, wer verwaltungskonform z.B. den Erholungsurlaub genehmigen darf, usw. Das wissen offensichtlich auch nicht jene, die diese Reform zu verantworten haben, denn mehrere Anfragen der Personalvertretung zur Klarstellung von Zuständigkeiten und Verwaltungsabläufen wurden bis heute nicht beantwortet“_, bringt es Jürgen Gruber aus praktischer Sicht auf den Punkt.

Die UGÖD fordert daher:

* Sicherstellung der Einsatzbereitschaft des Bundesheeres
* Eindeutige Kommandantenverantwortlichkeit und eindeutige Zuständigkeiten
* Richtlinienkompetenz bzw. militärstrategische Aufgaben zurück in die Zentralstelle

* Keine Abwertung von Arbeitsplätzen

OStWm GRUBER Jürgen
Bundesvorsitzender UGÖD/BMLV
Stiftgasse 2a, 1070 Wien
+43 / 50201 / 10 33032
+43 / 699 / 10405500
juergen.gruber@ugoed.at

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