
Ab 2023 auch in Wien: Joghurtbecher & Co. ab in die Gelbe Tonne!
AB 2023 WIRD DIE LEICHTVERPACKUNGSSAMMLUNG ÖSTERREICHWEIT VEREINHEITLICHT. IN DER GELBEN TONNE BZW. IM GELBEN SACK DÜRFEN DANN ALLE KUNSTSTOFFVERPACKUNGEN GESAMMELT WERDEN. DIE ÄNDERUNGEN BETREFFEN NEBEN WIEN AUCH NIEDERÖSTERREICH, KÄRNTEN UND SALZBURG.
Ab 2023 kann man in Wien wie bisher Plastikflaschen, Metalldosen sowie Getränkekartons in der Gelbe Tonne entsorgen. Hinzu kommen ab diesem Zeitpunkt jedoch ALLE Kunststoffverpackungen und sonstigen Leichtverpackungen. Dies betrifft beispielsweise Verpackungen wie Obst-Tassen, Joghurtbecher, Luftpolsterfolien, Verpackungen von Schnittkäse oder- Wurstscheiben und Umverpackungen z. B. von Mineralwasserflaschen.
Große Folien bzw. große Styroporverpackungen – wie diese beispielsweise für Möbel, Fernseher und IT-Geräte verwendet werden – sollen auch weiterhin am Mistplatz abgegeben werden. Grob gesagt: Alle kleinen Verpackungen gehören ab 2023 in die Gelbe Tonne bzw. in den Gelben Sack – ausgenommen jene aus Papier oder Glas.
GROSSE FORTSCHRITTE BEIM RECYCLING MACHEN’S MÖGLICH
In der Vergangenheit hat man sich in Wien auf die Sammlung gut recyclingfähiger Stoffe, wie z. B. PET-Flaschen konzentriert. Seit einiger Zeit gibt es immer größere Fortschritte bei der Recyclingfähigkeit unterschiedlicher Verpackungsmaterialien sowie bei den Technologien der Sortieranlagen. Viele Hersteller*innen verbessern bereits schrittweise ihre Produkte hinsichtlich Material und Design. Es werden vermehrt Sekundärrohstoffe eingesetzt, sodass sowohl die Recyclingfähigkeit als auch die Nachfrage nach diesen Materialien stetig gesteigert werden. Hinzu kommen der Ausbau von Sortierkapazitäten sowie die Modernisierung von Anlagen. Dies macht eine österreichweite Vereinheitlichung der Sammlung aller Leichtverpackungen in der Gelben Tonne bzw. im Gelben Sack sinnvoll.
GUT FÜR DIE UMWELT. GUT FÜR’S KLIMA.
Verpackungen vermehrt getrennt zu sammeln ist die Grundvoraussetzung, damit sich diese Fortschritte auch im Recycling widerspiegeln. Dadurch können für die Herstellung von Produkten vermehrt Recyclingmaterialien eingesetzt werden. „Das spart natürlich Rohstoffe, reduziert die Umweltauswirkungen sowie Transporte und Energieverbrauch. Letztendlich profitieren sowohl wir, als auch das Klima maßgeblich“, betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky.
Bereits heute werden durch die getrennte Sammlung von Altstoffen sowie der Kompostierung biogener Abfälle in Wien jährlich rund 150.000 Tonnen CO2 eingespart.
Außerdem: Kunststoffe werden aus Erdöl gewonnen und wer diese recycelt, spart mit nur 1 kg getrennt gesammelter PET-Flaschen auch rd. 1,9 kg Erdöl. „Noch besser für’s Klima ist Abfallvermeidung. Daher beim Einkauf auf Mehrweg setzen bzw. Verpackungen generell vermeiden.“ appelliert Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky.
GEMEINSAM SAMMELN – GETRENNT VERWERTEN
Die in der Gelben Tonne gesammelten Altstoffe werden zu Sortieranlagen transportiert und dort automatisiert in die unterschiedlichen Materialien getrennt.
Durch die Modernisierung der bestehenden Sortieranlagen und den Bau neuer Anlagen können Materialien besser voneinander getrennt und vermehrt einem Recycling zugeführt werden. Die Trennung der Kunststoffverpackungen erfolgt u.a. mittels Nahinfrarot. Diese Technologie erkennt die unterschiedlichen Kunststoffmaterialien wie PET, PE bzw. PP und PS, aber auch Getränkeverbundkartons (GVK). Die unterschiedlichen Materialien werden erkannt und mittels Druckluft ausgeblasen. Eisenmetalle werden über Magnet abgeschieden, Nicht-Eisenmetalle (Aluminium, Buntmetalle) über Wirbelstromabscheider abgetrennt.
Aus aussortierten PET-Flaschen oder anderen PET-Verpackungen werden wieder Getränkeflaschen, andere Lebensmittelverpackungen, Tragetaschen oder Kleidungsstücke.
Nicole Puzsar
Öffentlichkeitsarbeit „die 48er“
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E-Mail: nicole.puzsar@wien.gv.at
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