KV Bewachung: Gewerkschaft fordert Zahltag für Beschäftigte

vida-Kopp: „Können Angebot der Arbeitgeber nicht ernst nehmen. Von einem Vollzeitjob muss man leben können – an 2.000 Euro monatlichem Brutto-Mindestlohn führt kein Weg vorbei.“

„Bewacherinnen und Bewacher gehören zu jenen, die das Land in den vergangenen zweieinhalb Jahren während Corona am Laufen gehalten haben. Es kann nicht sein, dass jene Beschäftigten jetzt fairen Einkommen nachlaufen müssen, die sie verdient haben“, kommentiert Gernot Kopp, Verhandlungsleiter im Kollektivvertrag für das Bewachungsgewerbe in der Gewerkschaft vida, die am Dienstagnachmittag ohne Ergebnis zu Ende gegangene zweite Verhandlungsrunde für 15.000 ArbeitnehmerInnen.

Das Angebot der Arbeitgeber sei in Anbetracht von Rekordinflation nicht ernst zu nehmen, betont der Gewerkschafter: „Die Kolleginnen und Kollegen können sich trotz Vollzeitjob ihr Leben nicht mehr leisten, doch die Arbeitgeber tun so, als ob die Teuerung nicht stattfinden würde. Es ist beschämend, dass die Arbeitgeber den Ernst der Lage noch immer nicht erkannt haben und sich der Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern nicht bewusst sind. Sie überlassen die Kolleginnen und Kollegen ihrem Schicksal.“

Man habe als Gewerkschaft zwei Jahre in Folge die durch die Corona-Pandemie angespannte wirtschaftliche Lage der Unternehmen in der Branche berücksichtigt und bei KV-Verhandlungen Verständnis dafür gezeigt. „Die Betriebe haben in den vergangenen zweieinhalb Jahren aber gute Ergebnisse erzielt. Jetzt muss also auch gegenüber den Beschäftigten Zahltag sein, bevor die Kolleginnen und Kollegen in der Schulden- und Armutsfalle landen. Es braucht so schnell wie möglich einen sozialpartnerschaftlichen Rettungsschirm“, sagt vida-Gewerkschafter Kopp. Dementsprechend halte man an der Forderung nach einem monatlichen Brutto-Mindestlohn in Höhe von 2.000 Euro fest.

„Nur gute Rahmenbedingungen und dementsprechende Lohnabschlüsse garantieren nachhaltig den Erhalt der Kaufkraft, Einmalzahlungen tun das nicht“, schließt Verhandlungsleiter Kopp. 

Gewerkschaft vida/Öffentlichkeitsarbeit
Martin Mandl
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