
Korosec: Pensionisten sind nicht der „Bankomat der Nation“
Seniorenbund-Präsidentin verweist auf 8,4 Mrd EUR „Mammut-Beitrag“ der Pensionistinnen und Pensionisten zur Budgetsanierung
Laut Budgetdienst des Parlaments leisten die Pensionistinnen und Pensionisten durch die neue Teilpension, Änderungen der Korridorpension, Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge und die gedeckelte Pensionsanpassung gesamt rund 8,4 Mrd EUR zur Budgetsanierung bei. Für INGRID KOROSEC, PRÄSIDENTIN DES ÖSTERREICHISCHEN SENIORENBUNDES, ein „Mamut-Beitrag“. Sie fordert daher einmal mehr „volle Pensionsanpassung für alle“: _„Mittlere Pensionen ab 2.500 EUR sind keine „Luxuspensionen“. Sie mussten bei 8 von 9 Pensionsanpassungen der vergangenen Jahre durch „Deckel“ nachhaltig Pensionskürzungen erfahren, obwohl sie dafür ihr Leben eingezahlt haben. In Kombination mit der anhaltenden Teuerung bedeutet das realen Kaufkraftverlust. Daher ist eine volle Pensionsanpassung für alle gerade jetzt angemessen und notwendig. Pensionistinnen und Pensionisten sind nicht der Bankomat der Nation.“_
Eine klare Absage kommt von KOROSEC auch zur aktuellen Diskussion „Pensionskürzungen für Lohnnebenkostensenkung“: _„Die Entlastung der arbeitenden Menschen ist richtig und notwendig. Dafür habe ich mich immer eingesetzt – und wir haben mit dem Freibetrag für arbeitende Pensionistinnen und Pensionisten auch gezeigt, wie Entlastung gelingen kann. Ich warne aber davor, durch „Umverteilungspolitik“ die arbeitende Generation gegen die Pensionisten auszuspielen.“_
KOROSEC fordert mutige Politik mit echter Reformbereitschaft ein und definiert klar, was sie unter mutiger Politik versteht: _„Mutige Politik bedeutet für mich: visionär zu denken, soziale Fairness sicherzustellen und Vertrauen in das System zu stärken. Bei Pensionen zu kürzen ist keine mutige Politik – das ist der einfachste und gleichzeitig unfairste Weg.“_
Mutig und richtig wäre für KOROSEC vielmehr, strukturelle Reformen anzugehen und verweist dazu auf Christoph Badelt, Präsident des Fiskalrates, der die langfristige Finanzierbarkeit des Gesundheitssystems als eine der größten budgetären Herausforderungen für Österreich bezeichnet: _„Wir brauchen endlich eine Finanzierung aus einer Hand im Gesundheitsbereich, weniger Doppelgleisigkeiten im System und eine klare Prioritätensetzung bei den Ausgaben und Förderungen. Das wäre mutige Politik – nicht Kürzungen bei den Pensionen.“_
Abschließend betont KOROSEC: _„Wer immer nur bei den Pensionen ansetzt, wählt den einfachsten Weg – aber nicht den richtigen. Wir brauchen mutige Lösungen, die wirtschaftlich vernünftig sind und gleichzeitig das Vertrauen der Menschen in unser Sozial-, und Pensionssystem erhalten.“_
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Mag. Karin Holdhaus
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