Neßler/Disoski: Mit dem elektronischen Eltern-Kind-Pass bauen wir Leistungen aus und kommen im 21. Jahrhundert an

Grüne: Digitalisierung, Ausbau der Leistungen und Beratungsangebote als wichtige Schritte zur Weiterentwicklung des Mutter-Kind-Passes

„Auch wenn die Aufregung um den Mutter-Kind-Pass zuletzt groß war, hat sich heute gezeigt: Das Warten hat sich ausgezahlt. Wir haben bis zuletzt intensiv daran gearbeitet, die Angebote des Mutter-Kind-Passes hinsichtlich Beratung und Versorgung auszubauen und durch die Digitalisierung ins 21. Jahrhundert zu überführen. Damit bringen wir die umfangreichste Weiterentwicklung seit der Einführung im Jahr 1974 auf den Weg“, zeigen sich die Familien- und Jugendsprecherin der Grünen, Barbara Neßler, und die Grüne Frauensprecherin und stellvertretende Klubobfrau, Meri Disoski, über den elektronischen Eltern-Kind-Pass erfreut.

„In der Schwangerschaft und Kindheit werden die Weichen für eine gesunde Zukunft gestellt. Darum freue ich mich über den Leistungsausbau. In Zukunft soll es einen verpflichtenden Hörtest für Neugeborene geben. Das ist eine kleine Untersuchung, mit einer großen Wirkung, weil es hier immer wieder zu Fehldiagnosen – wie beispielsweise Autismus – gekommen ist. Wir stärken zudem mit einem zweiten freiwilligen Hebammengespräch die psychosoziale Komponente. Darüber hinaus soll es eine Ernährungsberatung geben, um von Anfang an einen guten Start für junge Familien zu garantieren. Die Ernährung stellt einen Grundpfeiler zu einem gesunden Leben dar, daher ist es wichtig, hier von Beginn an kostenlose und niederschwellige Beratung anzubieten“, betont Neßler.

„Im Vorfeld der heute vorgestellten Weiterentwicklung war die Benennung von ‚Mutter-Kind-Pass‘ in ‚Eltern-Kind-Pass‘ einer der am meisten diskutierten Aspekte. Wir wissen, Sprache schafft Realität und die gesellschaftlichen Realitäten haben sich seit der Einführung des Mutter-Kind-Passes im Jahr 1974 eklatant geändert. Rollenbilder haben sich weiterentwickelt. Mit der Umbenennung reagieren wir auf diese Änderungen, indem wir sprachlich klarmachen: Die Gesundheit eines Kindes liegt in der Verantwortung der Eltern und nicht ausschließlich der Mutter“, sagt Disoski und hält fest: „Der Pass wird also umbenannt, digitalisiert, die medizinischen Leistungen werden ausgebaut und künftig auch verstärkt auf Beratung gesetzt. Um das Bewusstsein für eine gerechtere Aufteilung unbezahlter Arbeit zu erhöhen und die Beteiligung von Männern an der Sorgearbeit zu fördern, sollen beispielsweise Informationsgespräche, etwa zur Väterkarenz oder zum Papa-Monat, angeboten werden.“

Grüner Klub im Parlament
+43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender