
Wiener Ordensspitäler: Streikandrohung nach nur zwei Verhandlungsrunden nicht verhältnismäßig
Solides sozialpartnerschaftliches Setting im Interesse der Mitarbeiter:innen und Patient:innen
„Die Teuerung betrifft uns alle. Für viele Menschen bedeutet sie eine große Einschränkung des Lebensstandards. Die Wiener Ordensspitäler verstehen sich als verlässlicher, flexibler und berechenbarer Partner – für die Mitarbeiter:innen, für die Stadt Wien und für die Patient:innen. Weil wir grundsätzlich Verständnis für die angespannte Lage haben, waren und sind wir weiterhin offen für vorgezogene Kollektivvertragsverhandlungen. Aber die aktuelle Streikandrohung nach nur zwei Verhandlungsrunden halten wir nicht für verhältnismäßig“, so Prim. Dr. Manfred Greher, MBA, Sprecher der Wiener Ordensspitäler. „Als gemeinnützige, mit Steuergeld finanzierte Arbeitgeber sind wir nicht frei in unserem Handeln. Die Höhe unserer Einnahmen ergibt sich aus den parallel stattfindenden Finanzierungsgesprächen mit der Stadt Wien. Wir können diesen nicht vorgreifen.“ Greher abschließend: „Stilistisch haben wir uns in der Kommunikation immer – bis dato auch weitgehend in sozialpartnerschaftlicher Übereinstimmung – dazu bekannt, Verhandlungen nicht in der Öffentlichkeit führen zu wollen. Dieser Tradition fühlen wir uns auch weiterhin verpflichtet. Wir stehen einem weiteren Dialog offen gegenüber und möchten gemeinsam in einem soliden sozialpartnerschaftlichen Setting eine Lösung suchen, die die Interessen der Mitarbeiter:innen und auch der Patient:innen wie bisher konstruktiv ins Zentrum rückt.“
DIE SIEBEN WIENER ORDENSSPITÄLER
Die sieben gemeinnützigen Wiener Ordensspitäler umfassen das Barmherzige Brüder Krankenhaus (1020 Wien), das Franziskus Spital (1030 und 1050 Wien) und die Spitäler der Vinzenz Gruppe in Wien [Herz-Jesu Krankenhaus (1030 Wien), Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien (1060 Wien), Orthopädisches Spital Speising (1130 Wien), St. Josef Krankenhaus (1130 Wien), Göttlicher Heiland Krankenhaus (1170 Wien)]. Gemeinsam sind sie seit vielen Jahren ein verlässlicher, flexibler und berechenbarer Partner der Stadt Wien. Charakteristisch für die Häuser ist die Kombination privater Trägerschaft (Ordensgemeinschaften oder Stiftungen) mit einem gemeinnützigen Versorgungsauftrag. Eine dem realen Bedarf entsprechende Finanzierung durch die Stadt Wien ist die unabdingbare Voraussetzung dafür, dass die sieben Wiener Ordensspitäler auch in Zukunft Beiträge zur Wiener Gesundheitsversorgung leisten können.
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Mag. Michael Eipeldauer
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