Wiener SPÖ-Frauen/Hanke/Gaál/Novak: „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen!“

Anlässlich der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen starten die Wiener SPÖ Frauen ihre neue Kampagne mit der Message „Es reicht! Gemeinsam stehen wir gegen Gewalt an Frauen auf“.

Weltweit und auch in Österreich müssen wir erleben, dass es für Frauen nicht möglich ist, ein sicheres Leben zu führen. Jede 3. Frau in Österreich erlebt zumindest einmal in ihrem Leben einen sexualisierten Übergriff oder Gewalt. „Gewalt gegen Frauen hat in unserer Gesellschaft leider System. Jeden Tag müssen Frauen Gewalt erleben. Sie beginnt bei Beschimpfungen und Abwertungen, geht über Kontrolle, über ökonomische und physische Gewalt und endet viel zu oft mit Mord“, so die Vorsitzende der Wiener SPÖ-Frauen LAbg. Marina Hanke. Gewalt gegen Frauen ist ein gesellschaftliches Problem: Sie ist Ergebnis eines Systems, das Frauen benachteiligt, das es hinnimmt, dass Frauen schlechter bezahlt werden und im Alter in Armut und dadurch oft in Abhängigkeit leben müssen.

„Viel zu oft hören Betroffene, sie sollen sich nicht so anstellen und werden nicht ernst genommen. Wir haben es satt! Gemeinsam stehen wir Seite an Seite mit Frauen gegen Gewalt auf. Es ist Zeit, das System der Gewalt zu beenden“, sagt Marina Hanke. „Das geht aber nur durch weitgreifende Änderungen in der Gesellschaft. Da ist die Bundesregierung gefragt. Von der Frauenministerin gibt es nur Ankündigungen. Bereits letztes Jahr habe ich in diesem Zeitraum auf die Untätigkeit der Regierung hingewiesen. Ein Jahr später haben wir zwar große Phrasen gehört, werden aber weiterhin mit reiner Symbolpolitik abgespeist“, kritisiert Hanke.

NOVAK: „DER KAMPF GEGEN GEWALT AN FRAUEN MUSS ENDLICH ZUR OBERSTEN PRIORITÄT WERDEN!“

„Es braucht ein umfassendes Maßnahmenpaket“, ergänzt SPÖ Wien-Landesparteisekretärin LAbg. Barbara Novak, BA. „Die Regierung muss einen ständigen Krisenstab mit zuständigen Ministerien und Gewaltschutzorganisationen einrichten und mehr Mittel und Vollzeitstellen bei Gewaltschutzeinrichtungen zur Verfügung stellen. Hier schließen wir uns den Forderungen nach 228 Millionen Euro mehr und nach 3000 Vollzeitstellen an, die zahlreiche Frauen- und Gewaltschutzorganisationen stellen. Außerdem ist es essentiell, dass es mehr Fortbildungen zu häuslicher Gewalt bei Polizei, Justiz und im Gesundheitsbereich gibt“, so Novak.

GAÁL: „FRAUEN, DIE VON GEWALT BETROFFEN SIND, BEKOMMEN IN WIEN SCHNELL UND UNBÜROKRATISCH HILFE!“

„Frauen, die von Gewalt betroffen sind, brauchen schnell und unbürokratisch Hilfe. In Wien haben wir daher ein dichtes Gewaltschutznetz aufgebaut. Der 24-Stunden Frauennotruf und der Frauenhaus-Notruf sind rund um die Uhr für Frauen, die von Gewalt betroffen sind da –  vertraulich, anonym und kostenlos“, so Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gaál.

Und: „Mit der klaren Botschaft ,Nichts ist O.K. bei K.O.-Tropfen‘ wollen wir mit einer neuen Kampagne der Stadt Wien wachrütteln – und dazu aufrufen, hinzuschauen, zu handeln und zu helfen! Das Gefährliche an K.O.-Tropfen ist, dass man sie in Mischgetränken nicht riecht und schmeckt. Die Botschaft ist: Passen wir aufeinander auf. Jede Frau und jedes Mädchen soll sich in Wien sicher und wohlfühlen. Gewalt gegen Frauen hat in unserer Stadt keinen Platz“, so Gaál zur neuen Kampagne der Stadt Wien zu den „16 Tagen gegen Gewalt“.

HANKE: „DER AUSBAU DER PRÄVENTIONSARBEIT IST FÜR EINEN FUNKTIONIERENDEN GEWALTSCHUTZ ESSENTIELL.“

„Wir wissen, dass 90 Prozent der Gefährder*innen männlich sind“, hält Marina Hanke fest. Buben- und Männerarbeit bildet daher einen wichtigen Pfeiler im Bereich der Gewaltprävention. „In Österreich muss die Täterarbeit und Präventionsarbeit flächendeckend und opferschutzorientiert ausgebaut werden. Da gibt es noch viel Aufholbedarf von Seiten der Regierung“, ergänzt Barbara Novak. Die Stadt Wien setzt bereits auf Gewaltprävention, das heißt, Gewaltausübung an Frauen und Mädchen bereits im Vorfeld entgegenzusteuern und sie so zu verhindern. „Mit eigenen Programmen speziell für Buben sowie gendergerechter Erziehung an Wiens Kindergärten begleitet die Stadt Wien die Entwicklung von Buben hin zu selbstverantwortlichen jungen Männern. Darüber hinaus bieten die Wiener Männerberatungsstellen Männern Raum und unterstützen bei der Lösung von Problemen“, so Hanke abschließend.

WEITERE INFOS ZUR KAMPAGNE: HTTPS://WWW.SPOE.WIEN/GEMEINSAMSOLIDARISCH

NOTRUFNUMMERN BEI GEWALT:

24-Stunden-Frauennotruf 01 71 71 9

Notruf Wiener Frauenhäuser 05 77 22

BERATUNGSSTELLEN:

Stadt Wien Frauenzentrum 01 408 70 66

Männerberatung Wien 01 603 28 28

Telefonhotline „Männerinfo“ 0800 400 777 (Schluss)

SPÖ Wien Kommunikation
Tel.: 01/534 27 221
http://www.spoe.wien

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