ÖGB-Reischl: „Strompreisbremse geht nicht weit genug“

Der ÖGB fordert eine Preisobergrenze für alle Heizformen

Die von der Regierung beschlossene Strompreisbremse ist eine preisdämpfende Maßnahme. Aber weder stoppt sie die Preise, wie vom ÖGB mehrfach gefordert, noch löst sie eines der größten Probleme der Menschen: das Heizen. „Es braucht ein Wärmepaket. Denn die steigenden Energiekosten sind insbesondere beim Heizen zu spüren. Besonders betroffen sind knapp eine Million österreichische Haushalte, die dabei auf Gas angewiesen sind“, sagt Ingrid Reischl, Leitende Sekretärin des ÖGB.

Dass die Bundesregierung nun neue Hilfen für Betriebe, nicht aber für Haushalte ankündigt, stößt bei Reischl auf Unverständnis: „Österreich liegt bei Unternehmenshilfen im EU-Vergleich auf Platz 1 – und jetzt sollen wieder die Menschen, die 80 Prozent der Steuern zahlen, durch die Finger schauen?“

WÄRMEPAKET FÜR ALLE HEIZFORMEN  

„Ein fixer Preisdeckel ist nicht nur für Strom notwendig, sondern für Wärme, egal wie geheizt wird. Der Höchstpreis soll sich jeweils an den Durchschnittspreisen von Anfang des Jahres 2022 orientieren.“  

Insbesondere die Ausgaben für Strom und Heizen sind eklatant gestiegen. Für BestandskundInnen haben sich die Preise teilweise mehr als verdoppelt, für NeukundInnen sind sie um ein Vielfaches gestiegen. Auch die Preise anderer Energieträger sind in die Höhe gegangen. Zahlte man im Jahr 2021 noch rund 250 Euro pro Tonne Pellets, waren es im Oktober 2022 durchschnittlich 650 Euro.  

„Angesichts dieser Entwicklung bei den Energiepreisen braucht es eine Preisobergrenze für einen Grundbedarf an Energie“, so Reischl. Dabei braucht es eine Regelung für alle Heizformen von Gas über Fernwärme bis Wärmepumpen. 

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