
UNOS zu Lohnabschlüssen: Regierungsstrategie krachend gescheitert
Bernhard: „Anstatt der Teuerungsprämie hätte die Regierung auf Senkung der Lohnnebenkosten setzen müssen.“
UNOS Bundessprecher Michael Bernhard zieht Resümee zu den Kollektivvertragsverhandlungen und sieht darin einmal mehr ein wirtschaftspolitisches Totalversagen der Bundesregierung: „Die Regierung hat auf steuer- und abgabenfreie Teuerungsprämien gesetzt, um Druck aus den Lohnverhandlungen zu nehmen. Diese Strategie ist komplett gescheitert, denn die Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter zeigen Einmalzahlungen weitestgehend die kalte Schulter.
Das Ergebnis ist eine Lose-Lose-Situation: Die Unternehmen müssen kurzfristig massive Lohn- und Gehaltserhöhung stemmen und zugleich bleibt den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern noch immer viel zu wenig netto von Ihrem Bruttogehalt.“ Der aktuelle Abschluss im Handel beispielsweise führt zu einer Gehaltserhöhung von im Durchschnitt 7,3 Prozent, was für viele kleine und mittelständische Unternehmen hart an oder über der Grenze des Leistbaren ist, da sie ohnehin durch die explodierenden Energiekosten stark belastet sind. Bernhard empfiehlt der Regierung einmal auf Expertinnen und Experten zu hören: „Die Lohnnebenkosten gehören endlich um mindestens 7,5 Prozent gesenkt, dann können Betriebe und Mitarbeitende gemeinsam gut durch die aktuelle Inflation kommen. Wenn die Regierung das nicht versteht, gefährdet sie den sozialen Frieden.“
UNOS – Unternehmerisches Österreich
Markus Ott
Bundesgeschäftsführer
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