Tiroler Tageszeitung, Leitartikel vom 7. Dezember 2022. Von Wolfgang Sablatnig: „Die Antwort muss Transparenz heißen“.

Der ÖVP-Korruptionsuntersuchungsausschuss dreht noch eine Ehrenrunde. Die eigentliche Knochenarbeit für die Abgeordneten beginnt aber erst. Sie müssen die richtigen Schlüsse aus den Erkenntnissen ziehen.
Sind im ÖVP-Korruptionsuntersuchungsausschuss noch wesentliche neue Ergebnisse zu erwarten? Vermutlich nein. Ist es dennoch sinnvoll, eine Schleife mit weiteren Befragungen anzuhängen? Auf jeden Fall. Dem Ausschuss würde etwas fehlen, wenn der frühere Finanz-Generalsekretär und Ex-Staatsholding-Chef Thomas Schmid nicht ein weiteres Mal aussagen müsste. Anfang November hat sich Schmid zigfach entschlagen. Zu viel blieb im Parlament unbeantwortet, was der Kronzeugen-Anwärter vor der Korruptionsstaatsanwaltschaft sehr wohl ausgebreitet hatte. Die Abgeordneten können und wollen nicht auf sich sitzen lassen, dass Schmid sich ihnen verweigert. Es ist gut möglich, dass er bei seiner Strategie bleibt und weiter schweigt. Einen Versuch ist es aber wert.

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