Neßler/Grüne: Probleme im heimischen Wintertourismus dürfen nicht einfach weggewischt werden

Turnaround Richtung nachhaltigstes Tourismusland Europas muss angegangen werden

„Gut, dass sich Franz Hörl Gedanken darüber macht, wie mit klimaschädlichen Reiseformen umzugehen ist. Worüber ich mit ihm sprechen werde, ist ein konkreter Lösungsansatz für den Wintertourismus im Zeichen der Klimakrise“, reagiert die Tourismussprecherin der Grünen, Barbara Neßler, auf Hörls Forderung, den Flug- und Kreuzfahrttourismus zusätzlich zu besteuern und ein Werbeverbot zu erlassen. „Ich werde Franz Hörl die Einrichtung eines Kompetenzzentrums für Tourismus vorschlagen, das sich intensiv mit nachhaltigen Urlaubstrends beschäftigt. Denn nur so werden wir den Turnaround zum nachhaltigsten Tourismusland in Europa schaffen und somit endlich wieder Pionierarbeit in dieser Branche leisten.“

Neßler zeigt sich erfreut, dass die Seilbahnbranche für Veränderungen bereit ist, lässt aber ein generelles Wegwischen der Problematik innerhalb der Branche nicht gelten: „Gerade in Anbetracht der winterlichen Hitzewelle, die wir derzeit erleben und der Energiekrise kann man nicht von ‚Bashing der Branche‘ sprechen, wenn die Medien über die derzeitigen Probleme in den Skigebieten berichten. Die Meldungen mit verstörenden Bildern von weißen Bändern in der grünen Wiese führen nur klar vor Augen, dass wir ein massives Problem beim Wintertourismus in Österreich haben, weil die Branche vielfach noch immer an ihren alten Konzepten klebt. Die Klimakrise klopft diesen Winter heftig an und wir sollten uns intensiv damit auseinandersetzen, wie wir hier entschieden gegensteuern können. Dies gilt im Besonderen für die Seilbahnbranche, für die die Klimakrise existenzbedrohend ist.“

„Gerade weil wir in Bundesländern wie Tirol auch wirtschaftlich abhängig vom Wintertourismus sind, müssen wir hier dringend daran arbeiten, den Tourismus krisen- und zukunftsfit zu bekommen. Das werden wir nur über die Werbung nicht schaffen. Gerade die Seilbahnlobby sollte die größte Klimaschützerin sein, denn die Klimakrise ist für sie existenzbedrohend“, hält Neßler fest.

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