SWV-Pokorny: Sozialdumping hat in der Transportbranche keinen Platz!

Zahlreiche Anzeigen gegen ein Transportunternehmen nach Großrazzia zeigen, dass es laufend stärkere Kontrollen braucht

Am Wochenende wurde bekannt, dass Ende des Jahres 2022 eine Großrazzia bei einem Transportunternehmen, welches auch Paketdienstleistungen durchführt, stattfand. Zahlreiche Anzeigen aufgrund unerlaubter Arbeitsbedingungen waren die Folge dieser Schwerpunktkontrolle!

Katarina Pokorny, Vizepräsidentin des SWV Österreich, sowie SWV-Spartenobfrau Transport und Verkehr, dazu: „Dieser Problematik wird seit Jahren zu wenig Beachtung geschenkt, dabei sind Verstöße wie illegale Beschäftigungen, Scheinselbstständigkeit, Arbeitszeitüberschreitung etc. keine Kavaliersdelikte!“ Diese Praktiken kursieren seit mehreren Jahren in der Branche, wobei große Paketdienstleister kleinere Subfrächter beauftragen und die Strukturen dadurch immer undurchsichtiger werden. Diese Form von Lohn- und Sozialdumping führe auch zu einer völlig verzerrten Wettbewerbssituation, so Pokorny weiter.

„Seit Jahren fordert der SWV in diesen Fällen ein härteres Durchgreifen der Behörden. Wir sind deshalb froh, dass sich hier Erfolge zeigten“, stellt Andreas Gfrerer, selbst Spediteur und im SWV Salzburg aktiv, fest. Gfrerer verweist jedoch auch darauf, dass es bereits seit 2022 die sogenannte „Auftraggeber Haftung“ gibt, die stärker geahndet werden sollte. In diesem Fall sind auch die Auftraggeber (wie bspw. die Paketdienstleister, die ihre Aufträge an Subunternehmer weitergeben) dafür verantwortlich, die richtigen Arbeitsbedingungen sicherzustellen.

„Diese Art der Ausbeutung von Subfrächtern und Ein-Personen-Unternehmen ist skandalös! Die betroffenen Unternehmen und Paketdienstleister müssen auch endlich tatsächlich zur Verantwortung gezogen werden. Warum hält man sich seitens der Behörde so bedeckt, wenn es darum geht den Namen des kontrollierten Paketdienstleister zu nennen? Vielleicht weil ein hochrangiger WB-Funktionär in der Geschäftsleitung sitzt? Mit einer bloßen Abmahnung wird es diesmal einfach nicht gehen“, schließt Pokorny.

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