Berlakovich: 2. August soll nationaler Roma-Gedenktag werden

Gedenken an die im Holocaust ermordeten Roma und Romnja, Sinti und Sintizze ist notwendig, um nicht zu vergessen

„Dem Völkermord an den Roma und Sinti während des Zweiten Weltkriegs fielen Schätzungen zufolge insgesamt rund 500.000 Menschen zum Opfer. Nur rund zehn Prozent der österreichischen Roma und Sinti überlebten diesen Völkermord. Eine Kernaufgabe der Gedenkkultur ist es, dazu beizutragen, dass sich Verfolgung und Ermordung sowie Hass und Hetze, wie dies während des Nationalsozialismus der Fall war, nie mehr wiederholen. Dazu braucht es eine würdige Gedenkkultur. Nationale Gedenktage können da einen wichtigen Beitrag leisten“, so ÖVP-Volksgruppensprecher Nationalrat Nikolaus Berlakovich anlässlich der Beschlussfassung in der Sitzung des Verfassungsausschusses im Parlament.

Seit dem Jahr 2015 wird am 2. August europaweit und so auch in Österreich des Völkermordes an den Roma und Sinti während des Zweiten Weltkriegs gedacht. In der Nacht von 2. auf 3. August 1944, der sogenannten „Zigeunernacht“, wurden im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau mindestens rund 4.300 Roma und Sinti ermordet. Dieses Datum symbolisiert einen traurigen Höhepunkt des Holocausts an den Roma und Sinti. In Erinnerung an die insgesamt 500.000 Sinti und Roma, die im nationalsozialistisch besetzten Europa ermordet wurden, erklärte das Europäische Parlament im Jahr 2015 den 2. August zum Europäischen Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma.

„Österreich hat auch die Forschungsarbeiten zur namentlichen Erfassung der Roma-Opfer des Holocausts aus der Volksgruppenförderung unterstützt. Die 25. und die 26. Roma Dialogplattform widmeten sich dem Thema Gedenken. Im April 2021 wurde die Arbeitsdefinition von Antiziganismus der IHRA (International Holocaust Remembrance Alliance) angenommen, an deren Ausarbeitung Österreich federführend beteiligt war. Durch diese Arbeitsdefinition kann Antiziganismus leichter erkannt und bekämpft werden“, so Berlakovich weiter.

„Im Zuge der Volksgruppenförderung werden regelmäßig Gedenk- und Aufklärungsprojekte der Volksgruppe der Roma gefördert. So erhält zum Beispiel der Verein Exil im Jahr 2022 20.000 Euro aus der Interkulturellen Förderung u.a. zur Abhaltung von Holocaust Education Workshops an Wiener Schulen. Jedes Projekt, das dazu beiträgt, dass derartige Verbrechen nie wieder vorkommen, ist unterstützenswert!“, schließt Berlakovich. (Schluss)

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