SPÖ-Holzleitner/Wimmer: „Bundesregierung muss mentale Gesundheit von Jugendlichen endlich ernst nehmen!“

Volksbegehren zu Mental Health zeigt dramatische Situation bei psychischer Gesundheit von Jugendlichen auf – SPÖ fordert Taten statt Ankündigungen

Laut SOS Kinderdorf fehlen in Österreich aktuell 70.000 Therapieplätze bei Psycholog*innen für Kinder und Jugendliche. Jede*r dritte Jugendliche ist von psychischen Problemen betroffen – eine Situation, die an Dramatik kaum zu übertreffen ist. Das Volksbegehren „Jugendvolksbegehren Mental Health“, das diese Tatsachen aufgreift, wurde heute im Ausschuss für Familie und Jugend behandelt. ****

Holzleitner: „Untätigkeit von Bundesregierung führt zu Verschärfung der Situation“

SPÖ-Jugendsprecherin Eva-Maria Holzleitner zu dem Volksbegehren: „Es ist schon kritisch zu sehen, dass inzwischen Jugendliche selbst die Bundesregierung zum Handeln auffordern müssen. Die Untätigkeit von ÖVP und Grünen führt dazu, dass sich die Situation immer weiter verschärft. Wir können daher den Forderungen des Volksbegehrens nur zustimmen.“

Die Lösungsvorschläge für diese Krise der psychischen Gesundheit bei Jugendlichen und Kindern, liegen seit langem auf dem Tisch. Eine Vielzahl an Vereinen, Institutionen und NGOs werden nicht müde Gesundheitsminister Polaschek darauf hinzuweisen. Die Bundesjugendvertretung beispielsweise hat mit „Die Krise im Kopf“ eine Charta mit 10 Punkten ausgearbeitet und Forderungen zur Besserung der mentalen Gesundheit aufgestellt. „Was fehlt, ist die konkrete Umsetzung durch die Bundesregierung. Wo bleibt etwa der lange angekündigte Nationale Aktionsplan gegen Kinderarmut?“, spricht Holzleitner die diversen Möglichkeiten an, wie Kinder und Jugendliche präventiv unterstützt werden könnten.

Wimmer: „Müssen jungen Menschen Lösungen und Perspektiven geben“

SPÖ-Familiensprecherin Petra Wimmer weist ebenfalls auf die dramatische Situation hin: „Wir alle kennen die erschreckenden Zahlen. Was es jetzt braucht, ist ein entschlossenes Handeln der Bundesregierung, um den Kindern und Jugendlichen endlich weiterzuhelfen.“ Denn während ÖVP und Grüne sich etwa mit dem Projekt „Gesund durch die Krise“ rühmen, kennt Wimmer die Realität: „Das Projekt ist selbstverständlich zu begrüßen, aber die Wahrheit ist leider, dass mit den zusätzlich geschaffenen Therapieplätzen kaum der Bedarf aus Vor-Pandemie-Zeiten gedeckt werden kann. Die durch die multiplen Krisen hinzugekommenen Fälle werden dadurch kaum abgefedert.“

Als zentrale Forderung der SPÖ nennt Wimmer ein flächendeckendes und niederschwelliges Angebot an Anlaufstellen für Unterstützung: „Wir stehen ein für einen offenen Dialog mit Jugendlichen, Expert*innen und Jugendsprecher*innen der Parlamentsparteien. So können wir Lösungen und Perspektiven für junge Menschen erarbeiten.“ Auch ein genereller Ausbau an Therapieplätzen sowie der verstärkte Einsatz von Schulpsycholog*innen müsse forciert und finanziell abgesichert werden.
„Die mentale Gesundheit junger Menschen muss von der Bundesregierung endlich ernst genommen werden“, so Wimmer und Holzleitner abschließend unisono. (Schluss) ts/up 

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