Disoski/Grüne: Frauengesundheitsbericht zeigt dringenden Handlungsbedarf

Erster Bericht seit zehn Jahren lenkt Fokus endlich wieder auf Gesundheit von Frauen

„Der heute vorgestellte Frauengesundheitsbericht bestätigt, was wir politisch seit langem beobachten: Der Mann und sein Körper gilt, wie in vielen Bereichen unseres Lebens, auch in der Medizin und der medizinischen Forschung als Norm. Die strukturelle Vernachlässigung  von Frauen in der Medizin ist tödlich, wie wir am Beispiel der Herz-Kreislauferkrankungen als führende Todesursache von Frauen sehen. Umso wichtiger ist es nun, das nach zehn Jahren endlich wieder der Fokus auf Frauengesundheit gerichtet wird”, freut sich Meri Disoski, stellvertretende Klubobfrau und Frauensprecherin der Grünen.  

„Der Bericht zeigt drastisch, dass ein höheres Armutsrisiko, Mental Load, Doppelt- und Dreifachbelastungen und damit einhergehender Stress den Alltag von Frauen prägen und das bei längerer Lebenserwartung. Vieles davon entsteht aufgrund der traditionellen Rollenverteilung. Diese  führt dazu, dass Frauen stärker von strukturellen Rahmenbedingungen, wie beispielsweise flächendeckender Kinderbetreuung, abhängig sind als Männer. Umso wichtiger, dass diese Strukturen Frauen in besonderem Maße stützen und vor Überlastung, Krankheit und unzureichender Behandlung schützen”, erklärt Disoski.

Auch das Thema sexuelle und reproduktive Gesundheit, abseits von Schwangerschaften, war bisher vor allem ein Männerthema. „Das ändern wir nun. Auf mein Wirken hin konnten wir vergangenen Herbst die erste österreichweite Studie zu Menstruationsgesundheit auf den Weg bringen. Deren Ergebnisse sollen noch dieses Jahr vorliegen. Darüber hinaus freut es mich, dass Gesundheitsminister Johannes Rauch bereits an einer Studie zum Bedarf kostenfreier Verhütungsmittel arbeitet”, sagt die Frauensprecherin.

Diese nächsten Schritte führen den bisherigen Weg Grüner feministischer Gesundheitspolitik fort. „Ob der Ausbau kassenfinanzierter Psychotherapieplätze speziell für Frauen und Mädchen, der vereinfachte Zugang zur Abtreibungspille ,Mifegyne‘, die Steuersenkung für Menstruationsartikel oder die stärkere Förderung von Frauengesundheitszentren – wir Grüne arbeiten kontinuierlich an der Verbesserung aller Lebensbereiche von Frauen. Nun geht es um die politische Umsetzung der Handlungsempfehlungen und wie bisher, nehmen wir auch diesen Auftrag ernst”, betont Meri Disoski.  

Grüner Klub im Parlament
+43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender

This website stores cookies on your computer. These cookies are used to provide a more personalized experience and to track your whereabouts around our website in compliance with the European General Data Protection Regulation. If you decide to to opt-out of any future tracking, a cookie will be setup in your browser to remember this choice for one year.

Accept or Deny