Oö. Volksblatt: „Keine Panik“ (von Dominik HENNERBICHLER)

Ausgabe vom 9. März 2023

Die Sorge der Ärztekammer, die Regierung schaffe (mit Hilfe der Länder) mit Primärversorgungszentren lediglich neue Ambulatorien anstatt Gruppenordinationen, mag auf den ersten Blick nachvollziehbar erscheinen. Dabei zeigt aber gerade Oberösterreich, wie man erfolgreich ein derartiges Projekt auf die Beine stellt. Mit (bald) zehn bestehenden PVEs im Land konnte die medizinische Versorgung nachweislich gestärkt werden. So lassen es zumindest die vielen positiven Rückmeldungen von Ärzten, Patienten und Vertragspartnern vermuten. Selbst die OÖ. Ärztekammer steht zu den Zentren und forciert mit dem Land OÖ und der ÖGK den Ausbau. Für die Bundeskammer sollte das vielleicht doch ein Grund sein, etwas von der Bremse zu steigen. OÖ beweist, dass eine gemeinsame Vorgehensweise zu guten Ergebnissen führt. Für Hysterie oder Panik gibt es ohnehin keinen Grund, denn PVEs werden auch weiterhin nur ein vergleichsweise kleiner Teil einer sicheren Gesundheitsversorgung sein. Denn selbst die geplanten 120 PVEs, die laut Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) bis 2025 entstehen sollen, würden maximal zehn Prozent der hausärztlichen Versorgungsleistung erbringen. Der Fokus wird also ohnehin weiter mehr auf der Förderung von Einzel- und Gruppenpraxen liegen müssen.

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