
Wirtschaftsbund: Mercosur-Abkommen notwendig für Energiewende & Klimaschutz in Europa.
Jeitler-Cincelli: Deutscher Wirtschaftsminister Habeck macht es vor: Mercosur-Abkommen muss ohne ideologische Scheuklappen weiterverhandelt werden.
„Made in Austria ist auf der ganzen Welt beliebt und ein echter Exportschlager. Rund zwei Millionen Arbeitsplätze in der österreichischen Privatwirtschaft hängen direkt oder indirekt vom Export ab. Umso wichtiger ist es, dass wir Handelspartnerschaften ausbauen und uns über die Vorteile und Chancen von Freihandelsabkommen in Österreich klar werden. Bei der aktuellen Diskussion um das Mercosur Abkommen heißt das vor allem Klimaschutz. Auch die deutschen Grünen Wirtschafts- und Agrarminister Robert Habek und Cem Özdemir haben die Chance erkannt und setzen auf eine Neubewertung des Abkommens. Österreich muss sich ebenfalls dafür einsetzen, die Verhandlungen zwischen der EU-Kommission und den Mercosur-Staaten wieder aufzunehmen“, so stv. Generalsekretärin und Abg. z. NR. Carmen Jeitler-Cincelli.
EU MUSS WIRTSCHAFTS- UND GEOPOLITISCH AUF NEUE PARTNER SETZEN.
Es hat sich im letzten Jahr aufgrund des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine und die folgende Energiekrise wirtschafts- und geopolitisch viel verändert. Darauf muss Europa und auch Österreich reagieren. Wer Weg vom Gas will, braucht andere Energiequellen. Deren Rohstoffe kommen aber vorwiegend nicht aus Europa: „Schon heute importieren wir den überwiegenden Teil von PV-Anlagen aus China. Wenn wir diese Abhängigkeit nicht weiter ausbauen wollen, müssen wir Alternativen finden. Diese haben wir mit den Mercosur-Staaten“, erklärt Jeitler-Cincelli.
WIN-WIN-SITUATION FÜR KLIMASCHUTZ UND DEN WIRTSCHAFTSSTANDORT.
Schon jetzt stehen 1.400 österreichische Unternehmen mit den Mercosur-Staaten in Geschäftsbeziehungen. EU-Exporte nach den Mercosur-Staaten sichern laut Berechnungen der Europäischen Kommission rund 32.000 Arbeitsplätze in Österreich. „Besonders in geopolitisch unsicheren Zeiten schaffen wir mit einem fairen und ehrlichen Abkommen Arbeitsplätze in Österreich und stärken den Standort“, so Jeitler-Cincelli weiter. In der aktuellen Diskussion wird oft der nicht ausreichende Klimaschutz kritisiert. „Beide Handelspartner haben sich im Abkommen klar zum Pariser Klimaübereinkommen sowie zu arbeitsrechtlichen Standards bekannt. Ohne Abkommen haben die Mercosur-Staaten auch keinen Grund, sich an diese zu halten. Hier gehen die deutschen Grünen den richtigen Weg. Ich würde mir wünschen, dass auch in Österreich der Koalitionspartner die Möglichkeiten – insbesondere für den Klimaschutz erkennt. Nur so können wir in Europa die Energiewende vorantreiben und Klimaschutz exportieren“, so Jeitler-Cincelli abschließend.
Österreichischer Wirtschaftsbund
Valentin Petritsch, MSc
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