
AVISO: Morgen, 17.30 Uhr: Lesung & Diskussion der Grünen „Klimaschutz & Feminismus“ mit u.a. Meri Disoski, Lena Schilling
Meri Disoski, Vorsitzende der Grünen Frauen Österreich und Nationalratsabgeordnete, lädt zur Lesung aus Lena Schillings Buch „Radikale Wende“ mit anschließender Diskussion ein. Durch den Abend führt Anne-Sophie Bauer, Landtagsabgeordnete und Grüne Sprecherin für Umwelt, Klima und Jugend in Oberösterreich.
In ihrem Buch „Radikale Wende“ schreibt die Klimaaktivistin Lena Schilling über ihre Beweggründe, politisch aktiv zu werden und über die Notwendigkeit, angesichts der Klimakrise unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem grundlegend neu zu denken. Als Klimaaktivistin ist Schilling in Österreich eine prominente Vertreterin jener Generation, die weltweit auf die Straße geht und von Politiker:innen konsequentes, schnelles Handeln im Klimaschutz fordert. Denn viel zu lange haben politische Entscheidungsträger:innen Interessen von Unternehmen und Lobbys vor den Umwelt- und Klimaschutz gestellt.
Überdurchschnittlich viele dieser Entscheidungsträger:innen waren und sind Männer. So behauptete Ex-US-Präsident Donald Trump, China hätte den Klimawandel erfunden, um der amerikanischen Wirtschaft zu schaden. Unter seiner Präsidentschaft sind die USA aus dem Pariser Klimaabkommen ausgetreten. Als brasilianischer Präsident kürzte Jair Bolsonaro 95% des Klimaschutzbudgets seines Landes und ermöglichte gleichzeitig der mächtigen Agrarlobby ein Vordringen in das artenreiche Amazonasgebiet.
Demgegenüber rief die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo in ihrer Stadt „eine grüne Revolution“ aus, ließ 170.000 neue Bäume pflanzen und gründete das weltweite Netzwerk „Women4Climate“. In Österreich setzt Klimaschutzministerin Leonore Gewessler ein Klimaschutzprojekt nach dem anderen um, wie das Klimaticket, Plastikpfand oder das größte Bahnausbau-Paket in der Geschichte der Republik.
Steht an Unternehmensinteressen orientierte Politik von Männern gegenüber progressiver Klimaschutzpolitik von Frauen? Auch wenn sich diese Gegenüberstellung regelrecht aufdrängt, kommt eine Diskussion über geschlechtsspezifische Implikationen im Klimaschutz ohne unsachliche Stereotypisierungen aus. Denn zweifelsfreier Fakt ist: Mit ihrem höheren Einkommen und ihrem individuellen Verhalten schaden Männer dem Klima mehr als Frauen.
Wieso es einen geschlechtsspezifischen Unterschied beim CO2-Fußabdruck gibt, warum Frauen von der Klimakrise stärker betroffen sind als Männer und wie eine feministische Klimapolitik aussehen kann, die bestehende sozio-ökonomische und geschlechtsbedingte Ungleichheiten berücksichtigt – all das diskutieren wir an diesem Abend.
DATUM: 5.4.2023, 17.30 – 20.00 Uhr
ORT: IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63 B, 1060 Wien, Österreich
DIE GRÜNEN
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