FEEI: European Chips Act für Stabilität, Sicherheit & Nachhaltigkeit

Investitionen in Schlüsseltechnologien sind Investitionen in die Zukunft!

Aktuelle weltweite Herausforderungen wie die globale Erwärmung, Folgen der COVID-Pandemie und geopolitische Verschiebungen haben spürbare Auswirkungen – steigende Energiepreise, eine außergewöhnlich hohe Inflation, starke Lieferschwierigkeiten und einen anhaltenden Chipmangel. Es zeigt sich: Europa ist von anderen Machträumen abhängig. Das gefährdet die Stabilität und damit die Demokratie und den sozialen Frieden. Um die strategische Autonomie Europas sicherzustellen, braucht es Investitionen in Schlüsseltechnologien. Diese sind die Basis für viele andere Anwendungen.

HALBLEITER SIND DIE GRUNDLAGE FÜR WIRTSCHAFT UND WOHLSTAND

„Der European Chips Act befindet sich derzeit in der finalen Verhandlungsphase. Dabei geht es jetzt um zentrale Weichenstellungen für Europa und Österreich, die nicht nur die Chipindustrie alleine betreffen, sondern nahezu alle Anwenderindustrien und -märkte. So ist der weltweite Halbleitermarkt ausschlaggebend für bis zu 50 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts,“ sagt FEEI-Obmann-Stellvertreterin, IV-Vizepräsidentin und Vorstandsvorsitzende von Infineon Technologies Austria AG Sabine Herlitschka im Rahmen der heutigen FEEI-Pressekonferenz. „Ohne Halbleiter geht fast nichts, mit ihnen fast alles – das hat die Corona-Pandemie deutlich gezeigt. Angesichts der wirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen muss Europa seine bestehenden Stärkefelder weiter stärken, um global wettbewerbsfähig zu sein. Daher muss der Chips Act auf europäischer und nationaler Ebene faire Wettbewerbsbedingungen und Finanzierungsmöglichkeiten – auch für kleine Mitgliedsländer – schaffen.“

Mikroelektronik („Halbleiter“), Leiterplatten, Elektronik und die damit verbundene Software sind die Basis für eine Vielzahl systemrelevanter Anwendungen – von der stabilen Energieversorgung und der Verfügbarkeit lebensnotwendiger Ressourcen bis hin zu sicheren Anwendungen im Gesundheitswesen, in der Kommunikation oder im Bereich Automotive. „Technologische Abhängigkeit in kritischen Infrastrukturen gefährdet die Volkswirtschaft. Die Chipkrise hat deutlich gemacht, wie abhängig wir von anderen Machträumen sind. Zur Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur braucht es die Halbleiterindustrie“, betont Erwin Raffeiner, Geschäftsführer der Sprecher Automation GmbH.

GRÜNE UND DIGITALE WENDE ERMÖGLICHEN

Auch das Erreichen der grünen und der digitalen Wende ist nur möglich durch Innovationen in Schlüsseltechnologien. Energieeffizienz ist weltweit eine der größten Ressourcen, um Energie zu sparen und CO2-Emissionen zu reduzieren. Ein Beispiel: Bei der Nutzung traditioneller Ansätze wird grundsätzlich mehr Energie benötigt, darüber hinaus gehen rund 70 Prozent der aufgewendeten Energie während der Übertragung bis zur eigentlichen Nutzung verloren. Im Gegensatz dazu sind erneuerbare Energiequellen wie Photovoltaik und Wind initial schon deutlich klimafreundlicher und es können in Kopplung mit intelligenten Technologien zudem rund 70 Prozent der aufgewendeten Energie genutzt werden. Das Potenzial für die grüne Wende ist enorm.

ÖSTERREICH HAT SICH SPITZENPOSITION ERARBEITET

Im Bereich der elektronischen Bauelemente ist Österreich in relativen Zahlen und bezogen auf die Größe des Landes, Nummer 1 in Europa hinsichtlich der Anteile an der Gesamtwertschöpfung, der Anteile an der Gesamtbeschäftigung sowie der Anteile in der unternehmerischen Forschung und Entwicklung. „Österreich ist hier Spitzenreiter“, sagt Andreas Gerstenmayer, Vorstandsvorsitzender der AT&S AG. „Zahlreiche österreichische Unternehmen sind Weltmarktführer in zentralen Technologiebereichen. Neben den Anwesenden ist z.B. auch AMS Osram Weltmarktführer bei Lichtsensoren. AT&S ist mit seinen Mikroelektronik Packaging Technologien ein in der westlichen Welt einzigartiger Lieferant für High Performance Computing. Für die Mobilfunkbranche, Medizintechnik oder den Automobilsektor liefern wir hochtechnologische Verbindungslösungen.”

FEEI – Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie
MMag. Katrin Prüller-Nußbaumer
Leitung FEEI Kommunikation
01 588 39 63
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