
Stadtstraße, S1 und Hausfeld: Wiener Landesregierung will sich noch tiefer einbetonieren
Ex-Umweltstadträtin Sima treibt Klimasackgassen voran
Die Umweltorganisation VIRUS warnt vor noch stärkeren Zwangsverknüpfungen zwischen Stadtentwicklung und Straßenbau in der Wiener Donaustadt. Sprecher Wolfgang Rehm: „Nach der Seestadt Aspern Nord soll nun beim Hausfeld die Städtebau-UVP erneut als Betonwaffe zur Durchsetzung von überholten Straßenbauten in genau der gewünschten Form in Stellung gebracht werden. Stadträtin Sima braucht dann nicht mehr zu jammern wenn sie den Karren immer wieder selbst in den Dreck fahren lässt“.
Für die kommende mündliche Verhandlung in der Umweltverträglichkeitsprüfung „Oberes Hausfeld“ bei der Wiener Landesregierung habe die als hauseigener Verkehrsgutachter auftretende Magistratsabteilung 46 bereits wieder eine Auflage vorbereitet, die nach sattsam bekanntem Muster einen großen Teil des Städtebauvorhabens an die Verkehrsfreigabe der S1-Spange Seestadt knüpfe. „Es ist zu erwarten, dass die Beamten in großer Dienstbarkeit für die Wiener Stadtpolitik dies auch genauso in den Bescheid schreiben werden,“ so Rehm. Das hoffnungslos veraltete Betonkonzept mit Stadtstraße S1-Spange und S1 Lobauautobahn sei eine Klimasackgasse in die Ludwig und Sima 2022 mit einem überhasteten Baubeginn für ihre Stadtstraße Aspern vorgeprescht seien. „Als über Desinformationsinserate und -plakate verbreiteter „Tränendrüsenknopf“ habe damals der Wohnungsbau in der Seestadt und weiteren Stadtentwicklungsgebieten gedient, so als müssten die Wunschstraßen gebaut werden sonst könne man keine Wohnungen errichten. „Dabei wurde und wird bewusst überspielt, dass die nun in Bau befindliche Stadtstraße allein nicht funktionsfähig ist. Eine Alleinrealisierung wurde auch nicht umweltgeprüft. Da die künstliche Zwangsverknüpfung des Städtebaus mit beiden Straßen erfolgt ist, war das einseitige Vorpreschen also sinnlos“, kritisiert Rehm. Ins Reich der Irreführungsfabel verweist Rehm einen immer wieder Kolportierten Baustopp S1 Spange Seestadt durch Ministerin Gewessler: „Diesen gibt es schon deshalb nicht da dafür noch wesentliche Genehmigungen fehlen wofür wiederum das Land Wien formal und inhaltlich die Hauptverantwortung trägt“. Die ebenfalls nicht genehmigte „Klimasackgasse Lobauautobahn“ habe der Bund abgesagt. Von der S1 Spange sollen hingegen Teile errichtet werden braucht es dazu aber mit Wien abgestimmte Umplanungen. „Es ist überfällig, dass die Klimakosmetiker der Wiener Stadtregierung ihre Blockadehaltung aufgeben und in ernsthafte und ergebnisoffene Umplanungsgespräche mit Bund, Experten und Stakeholdern eintreten“, so Rehm abschließend.
Wolfgang Rehm, 0699/12419913, wolfgang.rehm@reflex.at
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