
Bundesjugendvertretung zu Kinderarmut: Langfristige Strategie muss folgen
BJV begrüßt Maßnahmenpaket gegen Kinderarmut und plädiert als nachhaltige Lösung an der Einführung einer Kindergrundsicherung zu arbeiten.
Die Bundesjugendvertretung (BJV) sieht das heute vorgestellte Regierungspaket gegen Kinderarmut positiv. Die regelmäßigen Unterstützungszahlungen von 60 Euro an alleinerziehende Eltern und Menschen mit Kindern, die Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Sozialhilfe und Ausgleichszulage beziehen, sind eine Maßnahme, die den Betroffenen jetzt mehr Sicherheit bringt. „Kinder haben ein Recht auf ein chancenreiches Aufwachsen. Sie suchen sich nicht aus, in welche Familienverhältnisse sie hineingeboren werden, deshalb ist ein öffentliches Unterstützungsnetz unerlässlich. Das heute ankündigte Paket ist ein erster wichtiger Schritt“, betont BJV-Vorsitzende Rihab Toumi.
Auch die kostenlose Lernhilfe und die Ausweitung des Schulstartpakets begrüßt die BJV. „Der Schulbeginn bereitet vielen Eltern Sorgen, weil sie sich immer weniger die teuren Schulutensilien leisten können. Durch die Erhöhung und die zweifache Auszahlung des Schulstartpakets wird es zu einer spürbaren Entlastung kommen“, hofft Toumi.
Ein Wehrmutstropfen ist aber die zeitliche Begrenzung der Förderungen bis Ende 2024. „Armut im Kindesalter ist nicht nur eine aktuelle Einschränkung, sondern wirkt sich lebenslang auf Gesundheit, Bildungschancen und soziale Teilhabe aus“, betont BJV-Vorsitzender Julian Christian. Vor allem durch die Teuerung und die Pandemie haben sich die Bildungschancen für armutsbetroffene Kinder noch einmal verschlechtert. „Die Langzeitfolgen der Teuerung sind noch nicht abschätzbar. Um Kinderarmut nachhaltig zu bekämpfen, wie es im Regierungsprogramm vorgesehen ist, braucht es nach Ablauf des Pakets eine langfristige Strategie“, warnt Christian. Ein Teil davon muss aus Sicht der BJV auch der Aktionsplan gegen Kinderarmut sein, der noch ausständig ist.
Bundesjugendvertretung
Kristina Veraszto
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