38. Wiener Gemeinderat (13)

Förderung an den Verein Wiener Philharmoniker

GR Stefan Berger (FPÖ) kündigte seine Zustimmung zum Geschäftsstück zu. Zum Antrag der Grünen betreffend „Genderquoten“ meinte Berger, dass die Freiheitlichen bekanntermaßen nicht die „allergrößten Freunde“ von Quoten seien. Die von den Grünen verlangten verpflichtenden Quoten im Kulturbetrieb nach den Gesichtspunkten Geschlecht oder Religionszugehörigkeit seien eine „Frechheit“ und würde nicht seine Zustimmung finden. „Beim Neujahrskonzert wollen die Besucher der Musik lauschen und nicht über den Prozentsatz der verschiedenen Geschlechter im Orchester nachdenken“, meinte Berger. Bei der musikalischen Früherziehung mangle es in der Stadt Wien, griff Berger ein weiteres Thema auf. Private Musikschulen würden erst Ende Juni die Zusage für Förderungen für den kommenden September erhalten – „das gehört zügig geändert“, verlangte Berger. Es fehle oft an entsprechenden Transparenzregelungen bei Förderansuchen im Kultursektor, wiederholte Berger einen bereits öfters seitens der FPÖ vorgebrachten Vorwurf. Zustimmen werde er der Förderung für das ZOOM-Kindermuseum, der im Ausschuss vorgelegte Akt sei sehr umfangreich und „eine ausgezeichnete Aufstellung“ mit Abrechnungen der beiden vergangenen Jahre und einem Plan für die kommende Saison. Diesen Akt habe er aber nicht aus dem Kulturausschuss, sondern aus dem Ausschuss für Kinder und Jugend. „Es kann nicht sein, dass ich in einem Ausschuss alle Unterlagen erhalte, und im zweiten Ausschuss bekomme ich unter dem Deckmantel des Datenschutzes keine Auskünfte“, schilderte Berger. Wo ein Wille sei, sei auch ein Weg, forderte Berger bessere Einsicht auch im Ausschuss für Kultur und Wissenschaft.

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