
Reminder: Einreichungen zum Papageno-Medienpreis für suizidpräventive Berichterstattung 2023 noch bis 1. Juli möglich
Medienpreis für suizidpräventive Berichterstattung ist mit 5.000 Euro dotiert
Bereits zum fünften Mal wird heuer der Papageno-Medienpreis für suizidpräventive Berichterstattung vergeben. Das Gesundheits- und Sozialministerium, die Österreichische Gesellschaft für Suizidprävention (ÖGS), die Wiener Werkstätte für Suizidforschung, der Verein Kriseninterventionszentrum Wien sowie der Österreichische Presserat verleihen die Auszeichnung am 5. September 2023. Der Preis richtet sich an Medienschaffende, die in ihrer Berichterstattung die Bewältigung von Suizidalität und Krisen behandeln. _„Durch sensible Berichterstattung leisten Medien einen wichtigen Beitrag zur Verhinderung von Suiziden“_, betont Gesundheits- und Sozialminister Johannes Rauch. _„Auch heuer zeichnen wir dieses Engagement mit dem Papageno-Medienpreis aus.“_ Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Bewerbungen sind noch bis 1. Juli 2023 möglich. ****
Seit den 1980er-Jahren ist in Österreich ein deutlicher Rückgang der Suizidhäufigkeit zu beobachten, dennoch sterben pro Jahr rund 1.100 Menschen durch Suizid. Das sind dreimal so viele Menschen, wie jährlich im Straßenverkehr ums Leben kommen. Die Zahl der Suizidversuche wird noch deutlich höher geschätzt.
Der Rückgang der Suizidrate ist unter anderem auf die Medienrichtlinien zur Berichterstattung über Suizid zurückzuführen, die Österreich als eines der ersten Länder weltweit umgesetzt hat. Medienschaffende haben eine wichtige gesellschaftliche Rolle, wenn sie über Suizidalität berichten. Berichte über die Bewältigung von Suizidalität und Krisen können Suiziden aktiv entgegenwirken („Papageno-Effekt“). Andere Berichte können Imitationssuizide („Werther-Effekt“) zur Folge haben. Das soll mit den Medienrichtlinien bestmöglich verhindert werden.
PAPAGENO-MEDIENPREIS FÜR SUIZIDPRÄVENTIVE BERICHTERSTATTUNG
Der Papageno-Medienpreis wurde 2019 vom Gesundheits- und Sozialministerium, der Österreichischen Gesellschaft für Suizidprävention (ÖGS), der Wiener Werkstätte für Suizidforschung und dem Verein Kriseninterventionszentrum Wien ins Leben gerufen. Er betont die Bedeutung von Medien für die Suizidprävention in Österreich. Benannt ist der Preis nach der gleichnamigen Figur aus Mozarts Oper „Die Zauberflöte“, die ihre anfänglichen Suizidgedanken mit Hilfe von Anderen überwinden konnte. Ausgezeichnet werden jedes Jahr journalistische Beiträge, die sich mit der Bewältigung von Suizidalität und Krisen gemäß den Medienrichtlinien zur Berichterstattung über Suizid beschäftigen.
_„Medien beeinflussen mit ihrer Berichterstattung die gesellschaftlichen Einstellungen zu Suizid. Die Preisträger:innen der vergangenen Jahre haben mit Ihrer Berichterstattung auf sensible Art und Weise konkrete, konstruktive Hilfe angeboten und dazu beigetragen, keine negativen Imitationseffekte zu erzeugen_“, betont Gesundheits- und Sozialminister Johannes Rauch. _„Wir freuen uns daher auch heuer über viele Bewerbungen von Journalist:innen, die sich mit diesem wichtigen Thema beschäftigen.“_
NOMINIERUNG UND BEWERBUNG
Die diesjährige Verleihung findet am 5. September im Presseclub Concordia statt und ist mit einem Preisgeld von 5.000 Euro dotiert. Für den Papageno-Medienpreis 2023 sind Beiträge zugelassen, die im Zeitraum von 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 veröffentlicht werden. Die suizidpräventiven Beiträge können von Autor:innen selbst, aber auch durch Dritte mit vollständigen Unterlagen unter der E-Mail Adresse papageno-medienpreis@sozialministerium.at bis 1. Juli 2023 eingereicht werden.
Weitere Informationen zum Papageno-Medienpreis und zur Einreichung finden Sie unter: www.sozialministerium.at/papageno-medienpreis
Sozialministerium
Abteilung Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit (AKÖ)
01-71100-862199
kommunikation@sozialministerium.at
www.sozialministerium.at
www.facebook.com/sozialministerium
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender