
Krebs-Expert:innen fordern Etablierung des Berufsbilds „Cancer Nurse“ in Österreich
Bis 2040 Verdoppelung der Krebspatient:innen – Professionelle Pflege nur durch neue Berufsrollen in der Pflege abzusichern – Politische Weichenstellungen dafür sind umgehend nötig
Die absehbare demografische Entwicklung Österreichs wird auch den Gesundheitssektor vor enorme Herausforderungen stellen. So rechnen Prognosen für 2040 mit 46 % mehr älteren Menschen als heute – oder 2,5 Millionen Personen im Alter über 65 Jahre. Aufgrund von Begleitfaktoren wird sich die Zahl der Krebspatient:innen bis dahin sogar verdoppeln. Die Ausbildung von onkologischem und hämatologischem Fachpersonal kann mit den bestehenden Strukturen damit keinesfalls auch nur annähernd Schritt halten.
Eine lange Liste renommierter Krebs-Expert:innen schlägt daher Alarm, denn die Vorlaufzeiten, bis neue Berufsbilder etabliert und neue Kräfte ausgebildet sind, sind nachvollziehbar sehr lang. „Wenn die Politik hier nicht umgehend handelt, schließt sich dafür ein Zeitfenster – und in wenigen Jahren kann die Qualität der Patient:innen Versorgung nicht aufrecht erhalten werden“, warnt Prim. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Hilbe, Past President der österreichischen Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie (OeGHO).
„Wir als Expert:innen haben darum ein Forderungspapier erarbeitet, in dessen Zentrum das Berufsbild der ‚Cancer Nurse‘ steht“, schließt daran Harald Titzer, BSc, MSc, DGKP, Präsident der Arbeitsgemeinschaft hämatologischer und onkologischer Pflegepersonen in Österreich (AHOP) an. „International ist dieses längst etabliert. Nur Österreich hinkt deutlich hinterher.“
Unter den Autor:innen des Forderungspapiers finden sich neben Hilbe und Titzer unter anderem auch Mag. Elisabeth Potzmann, Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- & Krankenpflegeverbands (ÖGKV), Franziska Moser, BA, MA, Pflegedirektorin Uniklinikum Salzburg, und Univ.-Prof.
Österreichische Gesellschaft für Hämatologie & Medizinische Onkologie
Walter Voitl-Bliem, MBA
Geschäftsführer
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