
40. Wiener Gemeinderat: Rechnungsabschluss 2022 (14)
Beratung der Geschäftsgruppe Soziales, Gesundheit und Sport
Der amtsführende Stadtrat Peter Hacker (SPÖ) würdigte, wie auch in den Jahren zuvor, die Leistungen der Mitarbeiter*innen in der Bewältigung der Covid-Pandemie. Diese habe das Jahr 2022 vor allem im ersten Halbjahr geprägt. Andere Projekte seien die durch die Gesundheitskrise verzögert. Nachdem die Covid-Pandemie abgeklungen sei, sei mit Ukraine-Krieg und Teuerung die nächste Krise entstanden, die ein „Durchschnaufen“ der Mitarbeiter*innen kaum möglich gemacht habe. Hacker erwähnte die Gesundheitsbehörde MA 15, die mit einer „eindrucksvollen“ Bilanz zur Pandemie aufwarten könne: Etwa mit 40 Millionen durchgeführte Testungen, mehr als 1 Million registrierte Infektionsfälle oder knapp 900.000 durchgeführte Covid-Impfungen. Daneben habe die MA 15 aber auch Projekte wie die Digitalisierung vorangetrieben. Die Gesundheitsnummer 1450 habe 2022 mehr als 1,6 Millionen Anrufe abgewickelt. Als Digitalisierungsprojekt im Gesundheitsbereich erwähnte Hacker die sogenannte „Tele-Rettung“ in den Häusern zum Leben, durch die Spitalsaufenthalte und Krankentransporte vermieden würden. Dies sei notwendig, da die Zahl der Rettungseinsätze aufgrund des Bevölkerungswachstums ständig steige. Besonders stark würden sogenannte „niedrig priorisierte Einsätze“ steigen, die Zahl an Rettungsfahrten müsse reduziert werden. Den Wiener Gesundheitsverbund (Wigev) bezeichnete Hacker als „Bollwerk in der Bekämpfung der Gesundheitskrise“. Hacker untermauerte dies mit Zahlen: 228.000 stationäre Aufnahmen, 4,7 Millionen Ambulanzbesuche und 2 Millionen Pflegetage seien ein „eindrucksvolles Zeugnis“. In einigen Bereichen etwa der gynäkologischen Versorgung im niedergelassenen Bereich, bei Kinderärzt*innen oder in der Allgemeinmedizin gebe es eine Unterversorgung im Kassenbereich. Hacker forderte eine Reform des Gesundheitssystems, die über den Finanzausgleich finanziert werden müsse. „Trotz all dem“ habe der Wigev 2022 das „größte Bauprogramm seiner Geschichte“ gestartet, bis 2040 würden alle Wiener Kliniken – im Vollbetrieb – modernisiert. In dieser Woche sei in der Klinik Hietzing die größte neurologische Abteilung eröffnet worden.
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