ARBÖ-Präsident Rezar zu Pendlerpauschale: „Es geht auch um soziale Fairness“

Erhöhtes Pendlerpauschale und höherer Pendlereuro fallen voraussichtlich mit 1. Juli 2023. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern drohen finanzielle Verluste.

Nur noch vier Tage Tage hat die Bundesregierung Zeit für eine Entscheidung, wie es mit Pendlerpauschale und Pendlereuro weitergehen wird – ob die Erhöhungen bleiben, oder Pauschale und Pendlereuro wieder auf die veralteten Beträge vom Jahr 2010 zurückgesetzt werden. Da ein großer Teil des Pendlerpauschales in der Lohnverrechnung – also monatlich – berücksichtigt wird, werden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schon ab nächsten Monat die Kürzung spüren. „Viele Pendlerinnen und Pendler werden schon am Juli-Lohnzettel die negativen Auswirkungen der Kürzung merken und mehr Einkommenssteuer an den Fiskus abliefern müssen“, sagt ARBÖ-Präsident Dr. Peter Rezar. Denn die Bundesregierung habe bislang noch keine positiven Zeichen für eine Verlängerung des höheren Pendlerpauschales und des erhöhten Pendlereuros gegeben. Die Steuererleichterungen für Pendlerinnen und Pendler werden voraussichtlich mit 1. Juli fallen, meint der ARBÖ-Präsident.

Dabei geht es in der Diskussion über die Höhe der Pendlerförderung nicht nur um finanzielle Aspekte, betont der ARBÖ-Präsident: „Der Finanzminister und die Infrastrukturministerin dürfen nicht ignorieren, dass Pendlerinnen und Pendler vielfach weite Strecken bis zum Arbeitsplatz zurücklegen und täglich viele Stunden in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Auto sitzen müssen, um Geld zu verdienen. Das höhere Pendlerpauschale ist auch eine Anerkennung für all jene mobilen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die diese schweren Belastungen auf sich nehmen, und somit geht es auch um soziale Fairness.“

Unabhängig davon, wie die Entscheidung der Bundesregierung bis 1. Juli ausfallen werde, die Regierung müsse unbedingt und so rasch wie möglich ihr Koalitionsvorhaben „Ökologisierung und Erhöhung der sozialen Treffsicherheit des Pendlerpauschales“ in Angriff nehmen, will der ARBÖ-Präsident. „Die gestiegenen Kosten für Mobilität und die extreme Teuerung in den vergangenen Monaten machen das dringend notwendig. Der ARBÖ will die Entlastung der Pendlerinnen und Pendler“, fordert Rezar. „Die Umstellung auf einen kilometerbezogenen Absetzbetrag beim Pauschale und die Förderung all jener Pendlerinnen und Pendler, die Öffis nutzen, mit einem Öko-Bonus von 200 Euro müssen Ziel einer Reform sein“, betont Rezar.

Der ARBÖ hat Beispiele zusammengestellt, die zeigen, wie sich ab 1. Juli die Kürzung von Pauschale und Pendlereuro auf einzelne Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auswirken werden:
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