
Salamander/Delka: Gewerkschaft GPA fordert Überprüfung aller COFAG-Hilfsgelder
Beschäftigte sollen keine einvernehmlichen Lösungen unterschreiben
Die Gewerkschaft GPA steht entschieden an der Seite der Beschäftigten von Salamander und Delka, die mit der bevorstehenden Schließung der Filialen konfrontiert sind. Der aktuelle Fall wirft hinsichtlich der COFAG-Staatshilfen in Höhe von 3,3 Millionen Euro, die das Unternehmen erhalten hat, allgemeine Fragen über die Verwendung der Hilfsgelder auf. Die Gewerkschaft GPA fordert daher eine konsequente Überprüfung aller Unternehmen, die staatliche Unterstützung erhalten haben.
Wie gestern in der „Kronen Zeitung“ und dem „Standard“ berichtet wurde, sollen die Filialen von Salamander und Delka bis zum 30. September geschlossen werden. Diese Nachricht ist nicht nur für die betroffenen Beschäftigten tragisch, sondern wirft auch Fragen bezüglich der Verwendung der staatlichen Hilfsgelder auf. Es ist bedauerlich, dass diese erheblichen Finanzmittel letztendlich für den Steuerzahler verloren sind.
Barbara Teiber, Vorsitzende der Gewerkschaft GPA: „Es ist wichtig, dass die Vergabe von Staatshilfen transparent und verantwortungsbewusst erfolgt. Genau das ist bei der COFAG nicht passiert. Die Tatsache, dass Salamander und Delka 3,3 Millionen Euro an Staatshilfen erhalten haben und dennoch schließen, wirft ernste Fragen auf. Die Bundesregierung muss jetzt sicherstellen, dass alle Unternehmen, die staatliche Unterstützung erhalten haben, auf ihre Geschäftstüchtigkeit überprüft werden und eine entsprechende Strategie für das weitere Förderregime, etwa auch für Inflationshilfen, entwickeln. Es kann nicht sein, dass der Steuerzahler sein Geld in Unternehmen steckt, die kurz danach zusperren und dadurch viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer trotz Hilfsgelder ihren Job verlieren.“
Teiber fordert die Bundesregierung außerdem auf, eine umfassende Überprüfung aller Unternehmen durchzuführen, die noch von Steuerstundungen aus der Covid-Zeit profitieren. „Es ist unerlässlich, dass alle offenen Steuerstundungen konsequent eingetrieben werden, bevor Unternehmen in die Insolvenz gehen und das Geld verloren ist. Die Bundesregierung muss ihre Verantwortung wahrnehmen und sicherstellen, dass die Interessen der Steuerzahler geschützt werden“, fügte sie hinzu.
Die Gewerkschaft GPA unterstützt die Beschäftigten von Salamander/Delka mir arbeitsrechtlicher Beratung. Teiber: „Wir appellieren an alle Angestellten bei Salamander/Delka: Unterschreiben Sie keine einvernehmliche Auflösung Ihres Dienstverhältnisses. Sie könnten um Ansprüche einiger tausend Euro umfallen. Lassen Sie Angebote, die Ihnen vielleicht von der Geschäftsführung vorgelegt werden, bei der Gewerkschaft prüfen!“
Gewerkschaft GPA Öffentlichkeitsarbeit
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