
RENOWAVE.AT feiert ersten Geburtstag und zieht positive Bilanz
Mit dem 1. Sanierungskongress „RENOWAVE.AT Impact Days“ am 17.-18. Oktober in Graz will das Innovationslabor die Sanierungswelle in Österreich weiter vorantreiben.
WIEN 6. JULI 2023. SEIT EINEM JAHR ARBEITET DAS INNOVATIONSLABOR RENOWAVE.AT AN VERBESSERUNGEN VON RAHMENBEDINGUNGEN FÜR DIE KLIMANEUTRALE SANIERUNG UND BRINGT INNOVATION VON DER FORSCHUNG IN DIE PRAXIS. ZULETZT HAT DAS INNOVATIONSLABOR KONKRETE VORSCHLÄGE ZUR WOHNRECHTSREFORM UND ZUM FINANZAUSGLEICH UNTERBREITET UND DIE SERIELLE SANIERUNG IN ÖSTERREICH VORANGETRIEBEN. IM OKTOBER VERANSTALTET RENOWAVE.AT ERSTMALS IN ÖSTERREICH EINEN GROSSEN KONGRESS, DER SICH AUSSCHLIESSLICH UM DAS THEMA GANZHEITLICHE SANIERUNG DREHT.
„Wir sind stolz darauf, was wir innerhalb eines Jahres schon auf den Weg gebracht haben“, sagt DI Susanne Formanek, Vorstand und kaufmännische Projektleitung von RENOWAVE.AT, dem österreichischen Innovationslabor für klimaneutrale Gebäude u. Quartierssanierungen und zählt die Highlights auf: „Wir haben im ersten Jahr gleich zwei unterschiedliche Lehrgänge für nachhaltige Gebäudesanierung und Heizungstausch auf den Weg gebracht und in Kooperation mit dem Land Kärnten und dem Land Steiermark ein Umdenken zugunsten der Sanierung anstoßen können.“ Ulla Unzeitig, Vorstand und verantwortlich für Kommunikation und Strategie bei RENOWAVE.AT ergänzt: „Zusätzlich haben wir viele Veranstaltungen zu Themen wie rechtliche Rahmenbedingungen und modulare Sanierung initiiert. Mit dem ersten großen Sanierungskongress den ‚Renowave.AT Impact Days` von 17. bis 18. Oktober in Graz wollen wir noch mehr Informations-und Wissenstransfer ermöglichen.“
RICHTIGE RAHMENBEDINGUNGEN FÜR DIE SANIERUNGSWELLE SCHAFFEN
Derzeit liegt die Sanierungsrate beim österreichischen Wohnungsbestand bei ca. 1,7 Prozent (Quelle: IIBW). Zur Erreichung der Klimaziele sind mindestens 2,5 Prozent nötig. 2022 ist die Sanierungsrate allerdings gesunken und nicht gestiegen. Damit die Sanierungswelle endlich ins Rollen kommen kann, sind neben technischen Lösungen auch die rechtlichen Rahmenbedingungen ausschlaggebend: Zurzeit können etwa im Wohnrecht Einzelpersonen eine effiziente Heizungsumstellung des gesamten Gebäudes empfindlich verzögern und verteuern – zum Nachteil der großen Mehrheit und der Klimaneutralität.
„Eine Dekarbonisierung wird derzeit wohnrechtlich als Verbesserung und nicht als Erhaltung eingestuft. Dieser kleine Unterschied hat zur Folge, dass ein Einverständnis der Mieter:innen unumgänglich ist. Einer Umstellung wird – aus den unterschiedlichsten Gründen – oft nicht zugestimmt. Dieses Veto hat daher zur Folge, dass die Heizungsumstellung auf der Strecke bleibt. Es kann nicht sein, dass Österreichs Klimaneutralität von Einzelmeinungen abhängig ist“, betont Ulla Unzeitig.
Das Innovationslabor RENOWAVE.AT hat deshalb in Zusammenarbeit mit den Genossenschaftern Wolfgang Amann und Walter Hüttler konkrete Vorschläge erarbeitet. „Diese Liste an Vorschlägen sind auf unserer Website öffentlich einsehbar“, so Susanne Formanek über die Arbeitsweise des Innovationslabors. „Wir achten stets auf Open Access – wir sind kein geheimer Zusammenschluss, der hinter verschlossenen Türen agiert: Ganz im Gegenteil, jeder der Teil des großen Umbaus werden möchte, ob als Genossenschafter:in, Mitglied oder Fachexpert:in, ist bei uns herzlich willkommen!“
ENERGIESPRONG – EIN KONZEPT FÜR ENERGETISCHE UND SERIELLE SANIERUNG
Das Innovationslabor arbeitet auch intensiv an der Bekanntmachung des ‚Energiesprong‘-Konzeptes: eine serielle Sanierung auf NetZero, die in den Niederlanden ihren Ursprung hat. In Deutschland hat dieses Konzept auch politische Unterstützung. „Seit zwei Jahren existiert eine Bundesförderung für ‚Serielle Sanierung‘. Ohne diese Förderung hätte das Konzept nicht diese Breitenwirksamkeit entfalten können“, weiß Ulla Unzeitig.
DS Agentur für Kommunikationsstrategie, Markenaufbau und Sichtbarkeit
Doris Spiegl, ds@dorisspiegl.at oder 0676/540 15 94
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