
FPÖ – Schmiedlechner: Bundesregierung will Landwirte psychisch entlasten – und baut beim Weingesetz Druck auf die Weinbauern aus
Verschärfungen im Weingesetz stellen den Grundsatz „Beraten statt Strafen“ auf Abstellgleis
Eine aus Sicht der Freiheitlichen überbordende Verschärfung haben die Regierungsparteien heute im Nationalrat beschlossen. Wenn ein Weinbauer die Ernte- bzw. Erzeugungsmeldung nicht fristgerecht vornimmt, weil die Stichtage in die betriebsame Zeit fallen oder andere gute Gründe zur Fristversäumung, der wird künftig drakonisch bestraft: „Das Gesetz gibt keine Möglichkeit, die versäumte Meldung nachzuholen. Als Konsequenz folgt eine Abwertung der Qualität des gesamten Jahrgangs sowie eine Geldstrafe von bis zu 1.820 Euro. Hier sprechen wir von einer Doppelbestrafung, die eigentlich nicht erlaubt ist“, kritisierte FPÖ-Agrarsprecher NAbg. Peter Schmiedlechner in seiner gestrigen Rede im Nationalrat. Einen freiheitlichen Antrag für die Schaffung der Nachnennung der Ernte- bzw. Erzeugungsmeldung wurde von den Regierungsparteien abgelehnt.
Das sture Verhalten der Regierung sei vor allem deshalb nicht nachvollziehbar, weil nur wenige Minuten später Maßnahmen Verbesserung der Psyche der Landwirte – Stichwort Sorgentelefon – im Nationalrat beschlossen wurden Schmiedlechner: „Genau solche Dinge wie beim Weingesetz erhöhen den psychischen Druck auf unsere Weinbauern. Das ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten!“
Das Setzen von Maßnahmen zur Verbesserung der psychischen Gesundheit der Bäuerinnen und Bauern sei von der FPÖ bereits im Jahr 2000 im Rahmen eines Antrages gefordert worden. Jetzt, drei Jahre später, habe die ÖVP nun endlich die Notwendigkeit erkannt, im Sinne der Landwirte zu handeln. „Wir haben noch mehr gute Anträge. Ich lade die ÖVP gerne ein, sich noch weitere unserer Vorschläge anzusehen und sie aufzugreifen, denn wir Freiheitliche wissen, was die Bauern in unserem Land brauchen“, betonte Schmiedlechner.
Für ÖVP-Landwirtschaftsminister Totschnig hatte der FPÖ-Agrarsprecher einen Tag vor Schulschluss in Westösterreich kein gutes Zeugnis parat: „Obwohl Sie in Interviews sagen, dass Sie schon viel gemacht haben in puncto Entlastungen, muss ich Ihnen leider mitteilen, dass die Bäuerinnen und Bauern leider nichts davon spüren – im Gegenteil: Die vielen Herausforderungen und der Druck für die Betriebsführer aber auch für die gesamten Bauern-Familien wird immer größer: Finanzielle Sorgen, Vorschriften, Auflagen, Kontrollen, Diffamierungen und Falschmeldungen durch sogenannte Klima- und Tierschützer, illegale Stalleinbrüche und vieles mehr setzt den Landwirten extrem zu. Die hohe Inflation, der Preisverfall für landwirtschaftliche Produkte und Billigimporte aus der Ukraine verschärfen die Lage noch zusätzlich.“
Die schwarz-grüne Regierung hätte schon längst Maßnahmen zugunsten der Bauern umsetzen müssen – geschehen sei jedoch nichts. FPÖ-NAbg. Peter Schmiedlechner: „Wenn es die ÖVP nicht kann, dann ist die FPÖ gerne bereit zu zeigen, wie eine erfolgreiche Landwirtschaftspolitik geht. Dazu gehört die Übernahme von Sozialversicherungsbeiträgen für Bauern, die Abschaffung der Mineralölsteuer für landwirtschaftliche Betriebe sowie der AMA-Marketing-Gebühr und der Ausstieg aus dem ‚Green Deal’ der EU, wie es Schweden bereits vorgemacht hat.“
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