
Hammer/Grüne zu Österreichischem Netzinfrastrukturplan (ÖNIP): Meilenstein der österreichischen Energiepolitik
ÖNIP gibt klare Linie für das zukünftige Energiesystem – im Einklang mit der angestrebten Klimaneutralität bis 2040
„Auf den Tag genau vor zwei Jahren haben wir das Erneuerbaren Ausbau Gesetz (EAG) beschlossen, damit bald nur noch Ökostrom durch unsere Netze fließt. In dem Wissen, dass dieses historische Projekt nur mit einem strategischen Ausbau der Stromnetze gelingen wird, haben wir die Energieministerin im EAG mit der Erarbeitung eines Netzinfrastrukturplans beauftragt – und zwar für Strom, Gas und Speicher. Es ist das erste Mal, dass wir auf Basis detaillierter Studien den Ausbau von Ökostrom wie Wind oder Sonne mit den Anforderungen von Netzen und Speichern gegenüberstellen. So wissen wir nicht nur, wo genau in Österreich die Standorte für den Erneuerbaren Ausbau sind, sondern auch, welche Netze und Speicher es dafür braucht. Das ist ein Meilenstein in der Österreichischen Energiepolitik”, sagt Lukas Hammer, Energiesprecher der Grünen, und weiter: „Der Plan zeigt beispielsweise eindrucksvoll die Potenziale für erneuerbare Energieerzeugung auf und lokalisiert diese sogar auf Bezirksebene. Es wird deutlich, dass in allen Bundesländern erhebliche Ausbaumöglichkeiten für erneuerbare Energien vorhanden sind, insbesondere im Bereich der Photovoltaik.“
Jedoch geht es nicht nur darum, die Potenziale und Anforderungen des Ausbaus erneuerbarer Energien aufzuzeigen. „Der Weg in eine klimaneutrale Energiezukunft erfordert eine umfassende, systemische Perspektive. Wir müssen die Integration von Strom und gasförmigen Energieträgern ganzheitlich betrachten, Kapazitätsengpässe und Netzbedarf analysieren sowie Speichermöglichkeiten und die Bedürfnisse einer klimaneutralen Industrie diskutieren. Genau das ermöglicht der österreichische Netzinfrastrukturplan erstmals, indem er die notwendige Energieinfrastruktur für ein klimaneutrales Österreich umfassend abbildet“, betont Hammer.
Der ÖNIP wird nun öffentlich zur Konsultation freigegeben und einer umfassenden Strategischen Umweltprüfung unterzogen, bei der sowohl Umweltbehörden als auch die Öffentlichkeit aktiv einbezogen werden. „Dieses Instrument wird erstmals für einen Gesamtnetzinfrastrukturplan dieser Art angewendet“, erläutert Hammer und unterstreicht abschließend, dass der Plan „keinesfalls als Vorwand dienen darf, um sich aus der Verantwortung zu stehlen. Die Detailplanung und Umsetzung liegen weiterhin in der Zuständigkeit der entsprechenden Institutionen. Auch die Länder sind gefragt, ihre Raum- und Bauordnungen zu nutzen, um die im Plan definierten Ziele erfolgreich umzusetzen. Der ÖNIP kann und soll diese Aufgaben nicht ersetzen.“
Grüner Klub im Parlament
+43-1 40110-6697
presse@gruene.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender