
Oö. Volksblatt: „Bares bleibt Wahres“ (von Dominik HENNERBICHLER)
Ausgabe vom 5. August 2023
Zwar verschiebt sich gerade in Zeiten der Digitalisierung auch der Zahlungsverkehr zusehends ins Reich der Einsen und Nullen. Trotzdem kommt dem guten alten „Cash“ nach wie vor eine wichtige Rolle zu, denn dabei handelt es sich um die einzige Form von Geld, die allen Menschen uneingeschränkt zur Verfügung steht. Man braucht dafür keine Bank, kein Internet und keinen Strom. Auch im Hinblick auf Anonymität und Privatsphäre hat Bargeld weiterhin die Nase vorn und behält damit auch in Zukunft seinen wichtigen und schützenswerten Stellenwert. Die geplante Verankerung in der Verfassung zeigt auch, dass der Kanzler die Sorgen und Ängste der Menschen ernst nimmt. Aber alles mit Maß und Ziel, denn man kann die Situation — wie so vieles – auch künstlich dramatisieren. So ist die Versorgung mit Geldautomaten bei weitem nicht so schlecht, wie sie von den roten Genossen dargestellt wird. Von den rund 2100 Gemeinden sind nur rund 300 Gemeinden (vor allem um Klein- und Kleinstgemeinden) ohne Bankomaten. Ein Gerät in jedes Hintertupfing zu stellen, macht keinen Sinn und ist billiger Populismus. Und auch der heftige Aufschrei der FPÖ wegen „Ideenklau“ bringt in der Sache nichts und wirkt wehleidig. Aber vielleicht wollten sie ja gar nicht, dass ihre Idee aufgegriffen wird …
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