
Tiroler Tageszeitung, Leitartikel vom 26. September 2023. Von Alois Vahrner: „Lohn-Paukenschlag fiel leiser aus“.
Es sind höchst außergewöhnliche Zeiten, wenn eine massive Lohnforderung von plus 11,6 Prozent bei den Metallern als überraschend „moderat“ wahrgenommen wird. Und trotzdem wird diese Lohnrunde mehr als nur schwierig.
Wohl die meisten der Arbeitgeber-Verhandler waren, auch wenn sie das kaum öffentlich zugeben würden, gestern beim Auftakt der Metaller-Runde leicht positiv erstaunt ob des Forderungspakets der Gewerkschaften. Da gab es keinen Ruf nach einer Arbeitszeitverkürzung (schon gar nicht Richtung 32 Stunden) in Zeiten eines immer größer werdenden Arbeitskräftemangels. Und selbst die Forderung nach einer Erhöhung der Löhne und Gehälter erschien noch irgendwie zurückhaltend. Da hatten manche wohl sogar mit 14 oder 15 Prozent statt der tatsächlich geforderten 11,6 Prozent gerechnet. Der Chefverhandler der Gewerkschaft PRO-GE, Reinhold Binder, meinte beim Shakehands mit seinem Gegenüber auf Seite der Arbeitgeber, FMTI-Obmann Knill: „Auf faire Verhandlungen in schwierigen Zeiten, aber wir wissen beide, welche Verantwortung wir tragen.“
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