Wirtschaftsbund: Kleine Rezession nicht zu einer großen werden lassen

Egger: Müssen auf den nächsten wirtschaftlichen Aufschwung bestmöglich vorbereitet sein. Vorschläge für Wirtschaftswachstum liegen auf dem Tisch

Das WIFO und IHS haben ihre Konjunkturprognosen für das auslaufende Jahr 2023 nach unten korrigiert. Es kommt 2023 zu einer leichten Rezession in Österreich. Das WIFO geht von einem Minus von 0,8 Prozent beim BIP aus. „Dass sich Österreich nun in einer Rezession befindet, ist einerseits der anhaltenden Inflation aufgrund der wirtschaftlich angespannten Lage durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine geschuldet und der bereits in Rezession befindlichen Wirtschaft unseres stärksten Handelspartners Deutschland. Als stark vom Export abhängiges Land sind wir besonders davon betroffen, wenn unsere Handelspartner schwächeln“, erklärt WB-Generalsekretär und Abg. z. NR. Kurt Egger die aktuelle Situation.

BELASTUNGEN FÜR DIE WIRTSCHAFT GERING HALTEN

„Die aktuelle Situation zeigt uns vor allem, dass wir in einer globalisierten Welt nicht von äußeren Einflüssen verschont bleiben können. Der leichte Konjunkturrückgang sollte als Warnung verstanden werden, die Wirtschaft nicht noch zusätzlich durch überzogene Forderungen durch den politischen Mitbewerb zu belasten. Zurückhaltung bei den Lohnabschlüssen sollte nun das Gebot der Stunde sein und eine 32-Stunden-Woche ist angesichts 200.000 offener Stellen und einer rückläufigen Wirtschaft der Todesstoß für den Standort“, so Egger weiter.

KRISEN ALS CHANCE NUTZEN

Der wirtschaftliche Aufschwung 2022 nach der Covid-Pandemie war unter anderem den wirtschaftlichen Hilfen der Bundesregierung geschuldet und hat die Wirtschaftsleistung 2022 um knapp 5 Prozent steigen lassen. WB-Generalsekretär und Abg. z. NR. Kurt Egger dazu: „Erleichterungen bei Investitionen und schnelle, zielgerichtete Hilfen haben bereits nach der Covid-Krise zu einem bedeutenden Konjunkturaufschwung beigetragen. Die richtigen Vorschläge liegen bereits am Tisch. Zielgerichtete Wirtschaftsmaßnahmen und Investitionsanreize sind jetzt nötig, um die Rezession einzudämmen und uns auf den nächsten wirtschaftlichen Aufschwung vorzubereiten.“

ANGEKÜNDIGTE MASSNAHMEN UMSETZEN HILFT SCHNELL UND VIEL

„Es braucht nun dringender denn je die Umsetzung von bereits angekündigten Maßnahmen wie den Energiekostenzuschuss II (EKZ II). Seit 10 Monaten warten Betriebe auf die Hilfen. Auch wenn die Energiepreise im Laufe des Jahres leicht rückläufig waren, halten sich die Kosten immer noch auf einem hohen Niveau. Unternehmen haben die Hilfen bereits in ihren Jahresplanungen berücksichtigt und sehen die hohen Energiekosten als größtes Risiko für ihren Betrieb. Die Bundesregierung muss daher in die Pflicht genommen werden und Angekündigtes auch umsetzen. Weiters können wir Krisenhilfen nicht mitten in der Krise beenden. Mit Ende des Jahres läuft die Übernahme der Netzkosten von Strom und Gas aus. Eine Maßnahme, die für Unternehmen und Arbeitnehmer eine spürbare Entlastung bei den Energiekosten darstellt. Die Kosten der Netznutzungsentgelte bei Strom und Gas lagen dieses Jahr bei ca. 20 Prozent. Wenn wir diese Maßnahme nicht verlängern, droht uns ein erneuter Anstieg bei den Energiekosten und bei der Teuerung. Eine zusätzliche Last, die Inflation und Rezession weiter verschlimmern würde. Bundesministerin Gewessler muss jetzt Fakten schaffen und die Bevölkerung und Betriebe nicht mit den hohen Energiepreisen allein lassen. Deshalb fordern wir, die Netzkosten für Strom- und Gasabnehmer weiterhin auszusetzen“, so Egger abschließend.

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