
BWB: Lebensmittelhandel kein Mitverursacher, sondern Betroffener der Teuerungskrise! Handel fordert Entschuldigung von Politik!
Handelsverband begrüßt faktenbasierten Ergebnisbericht. Fazit: Kein Anstieg der Gewinnmargen im LEH. BWB rügt internationale Lebensmittelindustrie für „Österreich Preisaufschlag“.
Der Handelsverband begrüßt den heute von der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) vorgestellten Endbericht zur Branchenuntersuchung der gesamten österreichischen Lebensmittelwertschöpfungskette. Die sehr umfangreichen und detaillierten Analysen der BWB bestätigen, dass der intensive Wettbewerb im heimischen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) trotz hoher Marktkonzentration gut funktioniert und der Lebensmittelhandel nicht Verursacher, sondern selbst Betroffener der Teuerungskrise war bzw. weiterhin ist.
_“Der BWB-Endbericht widerlegt schwarz auf weiß die unsachlichen Anschuldigungen von Teilen der Bundesregierung und so mancher Oppositionspartei, die den österreichischen Lebensmittelhandel im Rahmen des Gipfels im Mai 2023 in populistischer Weise zum ‚Sündenbock‘ für die Inflation bei Lebensmitteln gestempelt hatten. Der Bericht der Bundeswettbewerbsbehörde beweist nun das Gegenteil, daher erwarten wir uns von der Politik eine sofortige Entschuldigung. Gerade der Lebensmittelhandel ist der Einzige in der Wertschöpfungskette, der seine Gewinnmargen während der Teuerungskrise nicht erhöht hat. Unsere Filialdichte wiederum liegt bei den Menschen im Land hoch im Kurs, denn nur dadurch wird die Nahversorgung in jeder Region sichergestellt“_, so Handelsverband-Geschäftsführer RAINER WILL im Namen der österreichischen Händlerschaft.
So konnte in der BWB-Untersuchung beispielsweise nicht festgestellt werden, dass die gegebene Marktkonzentration im LEH sich kausal auf Preisanstiege auswirkte. „Wir hoffen, dass dieser Bericht der BWB als weisungsfreie und unabhängige Behörde endlich zu einer Versachlichung der Diskussion um Lebensmittelpreise in Österreich beitragen wird“, so WILL.
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