Polizei-Aufnahmen um etwa 120 Prozent gesteigert

Bewerberzahlen in Wien in den vergangenen Monaten ebenfalls um 45 Prozent gestiegen – Innenminister Karner: Sehen, dass Maßnahmen auch in Wien wirken

81 Polizistinnen und Polizisten feierten am 20. November 2023 bei einem Festakt im Schlosspark Schönbrunn den Abschluss ihrer Polizeigrundausbildung. 126 zukünftige Polizeibedienstete wurden angelobt. Damit bekommt auch die Bundeshauptstadt weitere personelle Verstärkung.

„Wir sehen heute in Wien, bei einer der größten Angelobungen der vergangenen Jahre, dass die Maßnahmen der vergangenen Monate Wirkung zeigen. Die Bewerberzahlen haben sich deutlich erhöht“, sagte Innenminister Gerhard Karner bei den Ausmusterungs- und Angelobungsfeierlichkeiten in Wien. „Das ist ein guter Tag für die Sicherheit in dieser Stadt und zeigt, dass der Polizeiberuf zunehmend attraktiver wird“, betonte der Innenminister.

Österreichweit starteten von Jahresbeginn bis September 2023 605 Polizistinnen und Polizisten ihre Ausbildung, 2022 waren es 278 Polizeibedienstete. Das bedeutet eine Steigerung von rund 120 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Dezember 2023 werden weitere 700 Polizistinnen und Polizisten ihre Ausbildung beginnen. In Wien sprechen die Zahlen eine ähnliche Sprache: Während sich im September 2022 865 Männer und Frauen für die Aufnahmetermine im September und Dezember bewarben, waren es heuer 1.261 Personen: eine Steigerung um rund 45 Prozent. Nicht nur die Bewerberzahlen stiegen im Vergleich zum vergangenen Jahr stark an. Die Zahlen zeigen, dass sich die Aufnahmen von 2022 auf 2023 verdoppelten: Im September 2022 starteten 62 Polizeischülerinnen und -schüler ihre Ausbildung, ein Jahr später begannen 126 Polizistinnen und Polizisten ihre Ausbildung in Wien.

„Der Dienst wird die neuen Polizeibediensteten tagtäglich vor große Herausforderung stellen und sie werden lernen, ihr Wissen in die Praxis umzusetzen. Angesichts der immer komplexer werdenden Aufgabenstellungen ein mitunter herausforderndes Unterfangen“, sagte der Wiener Landespolizeivizepräsident Franz Eigner. „Umso mehr bin ich immer wieder beeindruckt von der Leistungsbereitschaft und Lösungskompetenz dieser jungen Menschen. Ich wünsche den neuen Kolleginnen und Kollegen für ihren zukünftigen Weg alles Gute und viel Freude am Beruf“, ergänzte Eigner.

PERSONALOFFENSIVE: MASSNAHMEN WIRKEN AUCH IN WIEN

In den vergangenen Monaten setzte die Polizei auf ein umfassendes Maßnahmenpaket, um neue Bewerberinnen und Bewerber für die Polizei zu rekrutieren. Mit der Kampagne „Ich kann‘s werden“ wird mit echten Polizistinnen und Polizisten aus allen Bundesländern geworben, um ein glaubwürdiges und authentisches Bild des Polizeiberufs zu vermitteln. 

Zudem wurde das Auswahlverfahren modernisiert: Bewerbungen sind online möglich und ein fehlender Führerschein sowie sichtbare Tätowierungen sind keine Ausschlusskriterien mehr. Außerdem können einzelne Teile des Aufnahmeverfahrens wiederholt werden.

Die polizeiliche Grundausbildung wurde ebenfalls angepasst. In den Bildungszentren gibt es neue Module zur Cyber-Ausbildung sowie mehr Sport und Bewegung. Polizeischülerinnen und -schüler bekommen mehr Gehalt, ein Klimaticket und Kostenersatz für den Führerschein. Außerdem gibt es ein Prämiensystem für die Mitarbeiter-Anwerbung.

Bundesministerium für Inneres
Ministerialrat Markus Haindl, BA MA
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