ÖKV: Risiko sind verantwortungslose Hundehalter und untrainierte Hunde

Gebrauchshundesport ist nicht das Problem – ÖKV präsentiert Empfehlungen für ein sicheres Miteinander von Mensch und Hund

Fehlendes Training mit Hunden und mangelhafte Ausbildung der Hundehalter:innen sind die Hauptrisikofaktoren für gefährliche Situationen mit Hunden. Ein Verbot von Teilen des Gebrauchshundesports erzielt jedoch nicht den gewünschten Effekt, würde ein Aus dieses Bereichs bedeuten und hätte keinen der tragischen Unfälle der letzten Monate verhindert. Vielmehr braucht es verantwortungsvolle Hundehalter:innen, die ihre Tiere artgerecht und tierschutzkonform halten und trainieren sowie über ausreichend Sachkenntnis verfügen. Der Österreichischen Kynologenverband (ÖKV) als Vertreter aller seriösen Hundezüchter:innen und verantwortungsvollen Hundehalter:innen in Österreich hat daher Empfehlungen formuliert, die ein harmonisches und unfallfreies Miteinander von Mensch und Hund ermöglichen. Teil dessen ist die Erhaltung des Gebrauchshundesports in all seinen Facetten. 

„Der Gebrauchshundesport trägt zu folgsamen Hunden bei, die wesensstark, belastbar und sicher sind. Dementsprechend wird diese Ausbildung weltweit durchgeführt und ist auch international als Sportart anerkannt. Die Zahlen belegen den Nutzen: Von über 31.000 Hunden, die seit 2004 in Österreich in dieser Sportart ausgebildet wurden, ist uns kein einziger Fall bekannt, bei dem es zu Problemen gekommen wäre. Zudem ist die Ausbildung wesentlich für die Wesensüberprüfung in der Zucht von Rettungshunden und Gebrauchshunden, die u.a. die Exekutive und das Bundesheer von seriösen Züchtern ankaufen. Fällt der Gebrauchshundesport weg, können Zucht und Ausbildung nicht mehr sichergestellt werden. Wir stellen uns daher gegen die Anlassgesetzgebung von Bundesminister Rauch, die keinen einzigen Hundebiss verhindert und enormen Schaden in unterschiedlichen Bereichen verursacht“, so ÖKV-Vorstand Philipp Ita bei einem Pressegespräch in Wien. 

MASSNAHMEN MÜSSEN BEI SCHWARZEN SCHAFEN ANSETZEN

Die Empfehlungen des ÖKV setzen bei untrainierten Hunden und ungeschulten Halter:innen an: „Statt verantwortungsvolle Hundehalter:innen zu bestrafen, die ihre Tiere art- und tierschutzgerecht halten und trainieren, braucht es Anreize für eine Ausbildung von Hunden. Je mehr ausgebildete Hunde und eingespielte Mensch-Tier-Teams es gibt, desto weniger Unfälle gibt es“, betont Ita. „Zudem braucht es einen verpflichtenden bundesweiten Hundeführschein. Außerdem ist die aktuelle Gesetzeslage ausreichend, sie bedarf nur eines einheitlichen Vollzugs durch die Behörden. Der ÖKV empfiehlt auch einen einheitlichen Vollzug der zuständigen Behörden bei Verhaltensauffälligkeiten von Hunden.“ Ita fordert einen umfassenden Dialog, um die Empfehlungen mit Fingerspitzengefühl umzusetzen. „Der ÖKV und seine Expert:innen stehen jedenfalls als Dialogpartner und mit ihrem Know-how bereit“, so Ita. 

Österreichischer Kynologenverband (ÖKV)
Mag. Philipp Ita
Kommunikation
philipp.ita@oekv.at
+43 664 841 70 42

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