
Alterssicherungskommission prognostiziert Anstieg der Pensionsausgaben bis 2028
Langfristige Finanzierung des Pensionssystems laut Langfristgutachten gesichert
Um voraussichtlich 9,1 Milliarden Euro werden die Bundesmittel für die gesetzliche Pensionsversicherung in den kommenden fünf Jahren steigen. Zusätzlich steigen auch die Ausgaben des Bundes für Beamt:innenpensionen um rund 3,2 Milliarden Euro. Das zeigt das neue Mittelfristgutachten der Alterssicherungkommission, welches heute beschlossen wurde. Für das Jahr 2028 werden Ausgaben von insgesamt 21,8 Milliarden Euro in der gesetzlichen Pensionsversicherung und 17,5 Milliarden Euro für Beamt:innen prognostiziert. Als Gründe nennen die Expert:innen stärkere Pensionserhöhungen aufgrund der hohen Inflation, steigende Pensionszugänge sowie sinkendes Wirtschaftswachstum in den kommenden Jahren. Bis zum Ende des Prognosezeitraumes dürfte sich der Anstieg der Ausgaben aber stabilisieren. Langfristig sehen die Expert:innen die Finanzierung des Pensionssystems gesichert, wie das Langfristgutachten aus 2021 zeigt. ***
Die Entwicklung der Bundesausgaben für die gesetzliche Pensionsversicherung und die Beamtenpensionen wird von der Alterssicherungskommission überwacht. In die Berechnungen der Expert:innen gehen die Echtdaten der Pensionsversicherungsträger und aktuelle Wirtschaftsprognosen ebenso ein wie die demografische Entwicklung.
Das neue Mittelfristgutachten für die gesetzliche Pensionsversicherung geht von einer deutlichen Steigerung der Bundesmittel in den nächsten fünf Jahren aus: Konkret prognostizieren die Expert:innen eine Steigerung um 9,1 Milliarden Euro bis 2028. Im Vergleich zu 2023 (voraussichtlich 14 Milliarden Euro) entspricht das einer Steigerung von 2,9 auf 3,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Der stärkste Anstieg um rund 3 Milliarden auf 17,1 Milliarden Euro wird für 2024 prognostiziert. Ab 2025 ist die Steigerung weniger stark ausgeprägt. Am Ende des Prognosezeitraumes 2028 dürfte sich die Steigerung sogar stabilisieren.
Als Gründe nennen die Expert:innen die Pensionserhöhungen aufgrund der hohen Inflation in den vergangenen Monaten, höhere Pensionszugänge aufgrund der demografischen Entwicklung sowie aktuelle Wirtschaftsprognosen mit geringeren Wachstumsraten. Zudem ist ein Anstieg der Durchschnittspensionen zu beobachten. Aufgrund höherer Einkommen sind die Pensionen von Neupensionist:innen höher als in der Vergangenheit. Das wird unter anderem auf die steigende Erwerbstätigkeit von Frauen in den letzten Jahrzehnten zurückgeführt.
“Die Krisen der vergangenen Jahre haben auch für das Pensionssystem Folgen. Inflation und geringeres Wirtschaftswachstum führen in den nächsten Jahren zu Mehrausgaben. Dass sich der Anstieg danach stabilisiert, ist erfreulich. Die Menschen in Österreich können weiterhin auf das Pensionssystem vertrauen”, ist Sozialminister Johannes Rauch überzeugt. Auch das Langfristgutachten zeige, dass die Finanzierung der Pensionen gesichert sei.
ANSTIEG AUCH BEI BEAMTENPENSIONEN
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