Hilfswerk International besorgt über rückläufige ODA-Prognose im Budgetbeschluss

Die österreichische Organisation Hilfswerk International äußert ihre Besorgnis über die rückläufige Prognose für die Offizielle Entwicklungszusammenarbeit (ODA) im aktuellen Budgetbeschluss. Stefan Fritz, Geschäftsführer von Hilfswerk International, unterstützt den Appell der AG Globale Verantwortung und fordert einen realistischeren Ausblick, um sich besser auf die steigenden globalen Herausforderungen vorzubereiten.

LANGFRISTIGE VISION NOTWENDIG

Besondere Sorge bereitet dem Hilfswerk International die Prognose für die kommenden Jahre, die 2027 einen Tiefpunkt von 0,23% ODA erreichen könnte. Angesichts der steigenden globalen Herausforderungen ist das inakzeptabel. Das Hilfswerk International appelliert an die österreichische Bundesregierung, das 0,7-%-Ziel entschlossener anzugehen und für eine langfristig planbare Entwicklungszusammenarbeit zu sorgen. Mit einer substanziellen Erhöhung der bilateralen Mittel trägt Österreich langfristig zu Sicherheit von Millionen von Menschen und damit zu Stabilität in der Welt bei.

„_Mit den steigenden, multiplen Krisen steigt auch der Bedarf an internationalem Engagement. Die kommenden Jahre erfordern eine verstärkte internationale Zusammenarbeit, und Österreich muss seinen Beitrag leisten_“, betont Stefan Fritz. Die Einhaltung von Verpflichtungen, einschließlich der ODA, ist von entscheidender Bedeutung. „_Die ODA ist ein wichtiger Bestandteil unserer globalen Verantwortung_“, unterstreicht Fritz. „_Es ist wichtig, dass Österreich konkrete Maßnahmen umsetzt. Die Menschen in der Ukraine, im globalen Süden und dem Nahen Osten beispielsweise benötigen dringend unsere Solidarität und Hilfe._“

ENTTÄUSCHENDE PROGNOSEN

Im vergangenen Jahr prognostizierte die Regierung eine ODA-Quote von 0,86% für das Jahr 2023, eine Zahl, die laut Fritz definitiv nicht erreicht werden wird. Die Einbeziehung der Entschuldung des Sudan seit etlichen Jahren mag die Prognose auf den ersten Blick aufwerten, aber es ist ein Schönheitsfehler, der in der Realität nie umgesetzt wurde. Stefan Fritz kommentiert dazu: „_Die Einberechnung von Entschuldungen, die nie umgesetzt werden, verschleiert die tatsächliche Unterstützung, die Österreich bietet._“

Hilfswerk International fordert die österreichische Regierung auf, weiterhin die Chancen der bilateralen Zusammenarbeit zu erkennen und sich verstärkt für eine nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit einzusetzen. So kann Österreich seine Rolle in der globalen Gemeinschaft angemessen wahrnehmen und den wachsenden Herausforderungen der Zukunft gerecht werden.

ÜBER DAS HILFSWERK INTERNATIONAL

Das Hilfswerk International ist eine österreichische und weltweit tätige Hilfsorganisation mit Hauptsitz in Wien. Sie wurde im Jahr 1978 mit dem Ziel gegründet, Nothilfeprojekte und nachhaltige Entwicklungsprojekte in Afrika, Zentralasien, Osteuropa, Lateinamerika, dem Nahen Osten, Süd- und Südostasien und Südosteuropa durchzuführen. Mit insgesamt mehr als 124 Mitarbeiter*innen in 18 Ländern werden in enger Zusammenarbeit mit örtlichen Teams sowie lokalen zivilgesellschaftlichen Organisationen Projekte in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Soziales und Landwirtschaft initiiert. Im Fokus steht die strukturelle Armutsbekämpfung durch die Förderung von wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung. Dabei liegt der Schwerpunkt der Arbeit des Hilfswerk International auf der Unterstützung der am stärksten von Armut und Ausgrenzung gefährdeten Bevölkerungsgruppen wie Frauen, Kinder, ältere Personen und ethnische Minderheiten.

Die gemeinnützige, überparteiliche und überkonfessionelle Organisation agiert selbstständig unter dem Dach der österreichischen Hilfswerk-Familie. Finanziert werden die Projekte durch nationale und internationale Projektfonds für Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe sowie über private Spenden, Corporate-Social-Responsibility-Partnerschaften und Sponsoring. Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.hilfswerk.at/international/

Mag. Bianca Weissel
Hilfswerk International
Leiterin Kommunikation
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bianca.weissel@hilfswerk-international.at

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