SPÖ-Kucher zu Medikamentenboard: „Menschenleben dürfen kein Preisschild bekommen“

Ein Medikamentenboard müsse die Anwendung von Medikamenten nach medizinischen und wissenschaftlichen Aspekten und nicht nach Wirtschaftlichkeit bewerten

SPÖ-Klubobmann und Gesundheitssprecher Philip Kucher stellt für die SPÖ klar, dem Medikamentenboard in vorliegender Form keinesfalls zuzustimmen: „Menschenleben dürfen kein Preisschild bekommen!“ Der Regierungsvorschlag sieht vor, dass bei der Bewertung, ob ein Medikament in Österreich zur Anwendung gelangen soll, oder nicht, in Zukunft nicht mehr nach medizinischen und wissenschaftlichen Überlegungen, sondern auch nach Überlegungen der Wirtschaftlichkeit vorgegangen werden soll. Kucher: „Es wird also der Wert eines Menschenlebens oder die Gesundheit eines einzelnen Menschen der Wirtschaftlichkeit der Krankenanstalten gegenübergestellt – das darf in dieser Form nicht kommen.“ ****

Ein Medikamentenboard, das dazu dient, eine einheitliche Vorgansweise in den Spitälern österreichweit sicherzustellen, ist grundsätzlich sinnvoll. Die Umsetzung allerdings stümperhaft und gefährlich für die Versorgung der Patient:innen. (Schluss)lk/up

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