FCG/GPA: Marienfeiertag nicht der Wirtschaft und dem Konsum opfern

8. Dezember muss auch für Handelsangestellte wieder ein Feiertag werden

Seit 1995 dürfen die Geschäfte am 8. Dezember offenhalten. Um dem Konsumwunsch der Menschen vor Weihnachten gerecht zu werden? Um das Weihnachtsgeschäft für Unternehmen zu stärken? Befragungen zeigen, dass der 8. Dezember für Menschen und auch für Unternehmen an Bedeutung verliert. „Für viele Geschäfte wird er zur finanziellen Gratwanderung. Zu schwach ist die Konsumbereitschaft, zu hoch sind die Kosten“, so Wolfgang Pischinger, Vorsitzender der Fraktion Christlicher Gewerkschafter:innen in der Gewerkschaft GPA. Eine Umfrage des Handelsverbandes aus 2022 ergab, dass rund 41 Prozent der Einzelhändler am Marienfeiertag nicht aufsperren. Tendenz steigend. Lediglich 35 Prozent der Unternehmen wollten all ihre Filialen öffnen. Einzig durch die Betriebspflichten in Einkaufszentren werden Unternehmen gezwungen, einzelne Standorte offenzuhalten. „Die Konsument:innen selber können gut aufs Einkaufen am 8.12. verzichten“, weiß Markus Hiesberger, Bundesgeschäftsführer der FCG/GPA. Eine Umfrage der Johannes Kepler Universität aus dem Vorjahr ergab, dass 74 Prozent der Österreicher:innen es für eine gute Idee hielten, den Handel am Marienfeiertag zur Gänze geschlossen zu halten. Einkaufen wollen am 8. Dezember lediglich 15 Prozent der Befragten. 

GEBEN WIR DEN 8. DEZEMBER DEN MENSCHEN ZURÜCK 

Viele Menschen betrachten Maria Empfängnis als Familientag, knapp die Hälfte will diesen für andere Freizeitbeschäftigungen als Shopping nutzen. „Ein perfekter Zeitpunkt, um den Handel am 8. Dezember zu schließen“, sind sich die Vertreter:innen der FCG/GPA einig. Wir sind mit multiplen Krisen konfrontiert. Kriege, die Klimakatastrophe, die Teuerung brennen die Menschen aus. Besonders die Beschäftigten im Handel sind zu dieser Zeit im Jahr bereits am Limit. Die Einkaufssamstage allein sind schon kräftezehrend. Wichtig, um diese herausfordernden Zeiten zu meistern, sind Ruhe, Freunde und Familie. Die Adventzeit, eigentlich eine Zeit des Innehaltens, ist in den vergangenen Jahrzehnten zu einer der stressigsten Zeiten im Jahr geworden. „Die Lebenszeit darf nicht auf eine reine Arbeits- und Konsumzeit reduziert werden. Geben wir den 8. Dezember wieder den Menschen zurück“, fordert die FCG/GPA.

 

 

 

 

 

 

 

 

Mag. Gertraud Wiesinger
Sekretärin in der Bundesgeschäftsführung
050301-21 395
gertraud.wiesinger@gpa.at

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