
Südwind zur COP28: Drohendes Versagen bei gerechter Klima-Entschädigung
Der Loss and Damage Fonds, zu dem sich die Staaten durchgerungen haben, ist zu wenig – Südwind fordert ausreichende Mittel und die klare Verpflichtung einzuzahlen!
am 05. Dezember 2023. Die zweite Woche der internationalen Klimakonferenz (COP28) hat begonnen. Auch Österreichs Klimaschutz-Ministerin Leonore Gewessler (Grüne) wird dabei sein. Dass Österreich und die anderen EU-Staaten sich noch intensiver für Klimagerechtigkeit einsetzen, wird dringend notwendig sein.
„DER ZU BEGINN DER INTERNATIONALEN KLIMAKONFERENZ ÜBERRASCHEND SCHNELL BESCHLOSSENE LOSS AND DAMAGE FONDS IST EIN ANFANG ABER NOCH KEIN GRUND ZUR FREUDE. NACH DEN HOHEN ERWARTUNGEN IM LETZTEN JAHR DROHT DEM FONDS HEUER EINE BRUCHLANDUNG“, so Lisa Aigelsperger, die als Beobachterin für Südwind an der COP28 teilnimmt. „NACHDEM JAHRZEHNTELANG DARUM GERUNGEN WURDE, IST ES ZWAR HÖCHSTE ZEIT, DASS DER FONDS ENDLICH DA IST, DAS VORLÄUFIGE ERGEBNIS IN FORM DES ENTWURFSTEXTES IST JEDOCH ENTTÄUSCHEND: KONKRETE ZIELE UND FRISTEN FEHLEN, DIE FINANZIERUNGSHÖHE IST VIEL ZU GERING UND ES GIBT KEINE VERBINDLICHKEIT FÜR INDUSTRIESTAATEN TATSÄCHLICH EINZUZAHLEN“, so Aigelsperger. Die bisherigen Zusagen belaufen sich gerade einmal auf rund 430 Millionen US-Dollar, das sind bloß ein Tausendstel der erforderlichen Mittel, die Studien bereits jetzt auf mehr als 400 Milliarden US-Dollar schätzen. Dabei sind die nicht-wirtschaftlichen Verluste und Schäden wie zum Beispiel der Verlust von Menschenleben, Wohnraum und kulturellem Erbe noch gar nicht eingerechnet. „So wird Klimagerechtigkeit nicht erreicht werden!“
Stefanie Marek
Pressesprecherin Südwind
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